Nachruf
Lantershofen trauert um Heinz Doll †
Ehemaliger Ortsvorsteher verstorben
Lantershofen. Die Liebe brachte den „Grafschafter Jung“ Heinz Doll † nach Lantershofen, lernte er doch auf einem Pfingstball im Jahre 1957 seine spätere Ehefrau Elisabeth kennen, ein echtes „Lantesche Mädche“. Gut zwei Jahre später heiratete das Paar standesamtlich, bevor man sich 1960 auch kirchlich das Ja-Wort gab. Zunächst in der „Keto-Keramik“ der Kettiger Thonwerke tätig, arbeitete Heinz Doll anschließend beim Verkehrsverlag in Remagen sowie danach bis zur Verrentung 1998 bei der Bundeswehr an den Standorten Bad Neuenahr und Gelsdorf. Schon früh begann der fünffache Familienvater sich politisch zu engagieren, amtierte von 1974 bis 1999 im Lanterhofener Ortsbeirat und war zwischen 1976 und 1994 Ortsvorsteher von Lantershofen. In dieser Zeit wurde unter anderem das Neubaugebiet „Hannefeld“ realisiert. Darüber hinaus war Heinz Doll fünf Jahre lang Mitglied des Grafschafter Gemeinderates (1999 bis 2004) und im Umwelt-, Agrar- und Forstausschuss aktiv. Außerdem brachte er sich in den Werksausschüssen Eigenbetrieb Wasser/Abwasser sowie Kultur-, Sport- und Soziales ein. Im Partnerschaftsverein der Gemeinde Grafschaft mit der französischen Gemeinde Fauville-en-Caux leistete Heinz Doll seinen Beitrag zur Völkerverständigung. Auch in den Lantershofener Ortsvereinen war der passionierte Sänger engagiert, vor allem im Gesangsverein und der Bürgervereinigung, wo er von 2000 bis 2003 den Vorstand als 2. Chronist verstärkte. Als Künstler unterstützte Heinz Doll alle Lantershofener Vereine, zeichnete Urkunden, Karnevalsmotive und das einzigartige „Königsbuch“ der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft „St. Lambertus“. Auch die Urkunden für das in diesem Jahr zelebriere Ortsjubiläum „1000 Lantesche Jahre“ stammen aus der Feder von Heinz Doll, der am 17. November, im Alter von 81 Jahren gestorben ist.
„Heinz hat sich immer uneigennützig für Lantershofen und die Grafschaft eingesetzt und viele prägende Spuren hinterlassen. Lantershofen und die Gemeinde Grafschaft werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren“, würdigt Ortsvorsteher Leo Mattuscheck den Verstorbenen mit dem großen Herzen für seine Heimat.
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