Open-Air-Konzert im Historischen Dreieck hinter der Kulturwerkstatt
Lauer Sommerabend mit Latenite und R&B Express
Über 150 Gäste genossen die heißen Rhythmen an der Römermauer
Remagen. Da kamen die Jungs und Mädels vom Förderverein Altes Jugendheim (Kulturwerkstatt) ganz schön ins Schwitzen. Sie hatten eingeladen zu einem Konzert mit den zwei herausragenden Bands der lokalen Szene: Zum einen war „Latenite“ angesagt, die im Keller der Kulturwerkstatt ihr Probenzuhause haben. Zum anderen war der R&B Express angekündigt, mit dem Remagener Saxofonisten Rolf „Kiki“ Schumacher.
War ganz zu Beginn der Besuch noch sehr verhalten, so schoss der Besucherandrang nach und nach so in die Höhe, dass alles, was ansonsten in der Kulturwerkstatt als Sitzgelegenheit herhält, nach draußen befördert wurde: hinter die Kulturwerktstatt und vor die alte Römermauer im historischen Dreieck. Und bei dem herrlich lauen Sommerabend ließ es sich dort bestens aushalten, sich mit toller Musik und kühlen Getränken verwöhnen lassen.
Auf der Freiluftbühne gaben sowohl „Latenite“ als auch im Anschluss „R&B Express“ ihr Bestes und begeisterten die gut 150 Musikfans derart, dass so richtig mitgewippt, -getrommelt und auch -gesummt wurde.
„Latenite“ mit Jane Animo, vocals, Harald „Junior“ Pinnock, vocals, Heike Oelsner, vocals, Bert Schumacher, guitar, Ralf Elsmann, keyboard, Achim Lenzgen, bass, Miro Ross, congas, Oliver Jaehn, cajon und Holger Ernst, Ton, begeisterten mit erfrischend direkten latin grooves über die Stilrichtungen Soul, Reggae, Latin und Jazz hinweg. Dabei passte die Band ihre Arrangements den beiden charismatischen Frontleuten Jane Animo mit ihrer soul- und jazzlastigen Stimme und Junior Pinnock aus Jamaica an. Besonders Pinnock verzauberte die Musikfans vor allem mit Reggae vom Feinsten. Da wurde die Freude am Spiel mit der Musik ganz deutlich. Und diese Freude sprang wie ein Funke aufs Publikum über. Ob die Songs „Sway“ von Dean Martin, „Can’t Take My Eyes Off You“ von Burt Bacharach, „The Cost of Freedom“ von Marla Glen, „What’s Going On“ von Marvin Gaye, „Fly Me to the Moon“ von Frank Sinatra, „One Love“ von Bob Marley, „September“ von Earth, Wind & Fire, „Kiss“ von Prince oder die Zugabe „Jamaica Farewell“ von Harry Belafonte, die Begeisterung der Musikerinnen und Musiker steckte die Musikfans an und riss sie immer wieder zu spontanem Applaus hin.
Nach kurzem Umbau enterte der R&B Express um den Remagener „Kiki“ Schumacher die Bühne. Vier der Musiker haben über 30 Jahre Musikerfahrung. Neben Kiki Schumacher ist R&B weiter besetzt mit Doc Fred Prünte an der Hammond und Linda Meissner, die mit ihrer fantastischen Stimme den alten Rhythm & Blues-Hits ganz neues Leben einhaucht, Tommy Ueltzen, bass und vocals und The Tom, drums. Mit Peter Plotrowski ist es der Band gelungen, einen begnadeten jungen Gitarristen zu finden und zu integrieren.
So stehen The R&B Express mit viel Erfahrung und jugendlicher Frische auf der Bühne. Da war die Begeisterung der Fans eine logische Konsequenz. Sie genossen das durchaus ausgefallene musikalische Repertoire. Alle stilistischen Elemente des Rhythm & Blues kamen da auf den Tisch, egal ob R&B, Soul, Rock oder Jazz. Das freute die Fans umso mehr, denn da war wirklich für jeden etwas dabei. Mit Songs wie „Spooky“, „Why Did You Do It“, „Work Song“, „You’re Gonna Make Me Cry“ oder „Nutbush City Limits“ und „Diggin“ gab die Band alles, und das Publikum quittierte immer wieder mit spontanem Applaus. Nach zwei Zugaben war dann pünktlich Schluss mit Musik, denn die Nachbarschaft sollte nicht über Gebühr belastet werden.
Und weil das Miteinander an dem herrlich musikalischen und lauen Sommerabend so gut geklappt hatte, packten auch noch einige Gäste mit den Jungs und Mädels vom Förderverein Altes Jugendheim mit an, und alles, was an Mobiliar nach und nach ins Freie geschleppt worden war, war auch rasch wieder in der Kulturwerkstatt verstaut. Einig waren sich Alle: „Es war ein toller Abend und die Örtlichkeit war ideal.“ AB
Latenite begeisterte mit latin grooves.
Die Band R&B Express um den Remagener „Kiki“ Schumacher.
