Eröffnung des Traumpfädchens „Mendiger Römerreich“

Lebendiges Römerlage der Cohorte XXVI ist dabei

Am 29. Mai von 11 bis 17 Uhr

Lebendiges Römerlage der Cohorte XXVI ist dabei

Die Cohorte XXVI Freiwillige Bürger Roms. Foto: privat

20.05.2022 - 18:05

Mendig. Der Verein Broele Trans Rhenum e.V. ist die Cohorte XXVI Freiwillige Bürger Roms. Sie ist im Bereich der experimentellen, Archäologie und Geschichtsdarstellung tätig. Sie entstand nach dem Vorbild der gleichnamigen Cohors, die um 69 n. Chr. Also in der vorflavischen Zeit, in Vindonissa, (dem heutigen Windisch bei Brugg, in der Schweiz) aufgestellt wurde. Die Einheit kam gegen Ende des 1. Jhd. n.Chr. über (AQUAE) heute Baden-Baden bis nach Neuwied (Ortsteil) Heddesdorf. Hier war die Cohors in einem Steinkastell stationiert. Die historische Cohors präsentiert demzufolge die Hilfstruppen -oder den Auxiliar -Soldaten Ende des 1. Jhd. n. Chr. Der seinen Militärdienst am Obergermanisch -Rätischen Limes geleistet hat. Die nachweisliche Cohors XXVI Vol.C.R. war auch in Steinbrüchen der Eifel bei Mendig, Kruft, Plaidt und Mayen im Einsatz. Dort hat sie in Abbaustollen untertage die Flöze von Tuff, Schiefer und Basalt für Baumarerial abgebaut.


Viel später fand man in einem dieser Stollen, in einer senkrecht, geglätten Wand, eine eingetiefte und sorgfältig geschliffene Steintafel (lat. Tabula Ansata) mit der Inschrift COH XXVI Vol.C.R.. Was bedeutet COHORS XXVI Voluntarum Civium Romanorum.

Frei übersetzt heißt das, „die freiwillige Kohorte 26 römischer Bürger“.

Ergänzend dazu sei erwähnt, dass nur Bürger die in Rom geboren waren, sich „RÖMER“ nennen durften. Alle anderen nur römische Bürger. Diese besagte Steintafel, wie man später herausfand, ein Weihestein ist. Diese Steintafel befindet sich bis zum heutigen Tag im Eifeler Landesmuseum in Mayen. Die Versendung der abgebauten Baumaterialien erfolgte in jenen Tagen über den römischen Rheinhafen in Andernach. Von dort wurden die Baustoffe überwiegend nach Niedergermanien, also Rheinabwärts verschifft (wie z.B. nach Remagen, welches nun auch zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.) Dazu gehörten auch Städte wie Bonn, Köln sowie das am Niederrhein gelegene Xanten.

Weiter Informationen gibt es, bei der Eröffnung des Traumpfädchens „Mendiger Römerreich“ am 29. Mai von 11 bis 17 Uhr. Der Parkplatz befindet sich am Schützenplatz Obermendig.

Pressemitteilung

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