Abschied vom Schulleiter des St.-Joseph-Gymnasiums Rheinbach
Lebewohl, Kapitän!
Rheinbach. Das Segelmotto zog sich als roter Faden durch den Gottesdienst und den Festakt für Schulleiter Hans Rieck, der von Dr. Bernadette Schwarz-Boenneke, Leiterin der Hauptabteilung Schule/Hochschule des Erzbistums Köln, im Auftrag des Erzbischofs mit Wirkung zum 31. Juli in den Ruhestand verabschiedet wurde. Kollegium, Eltern und Schülervertreter des Erzbischöflichen St.-Joseph-Gymnasiums, Rheinbach sagten ihrem „Kapitän“ Lebewohl und brachten damit sein Führungsverständnis zum Ausdruck: Es gelte die Mannschaft richtig einzuteilen, bei Gefahrsituation jedoch einzugreifen.
18 Jahre lang war Rieck in der Schulleitung tätig – die ersten zwei Jahre zunächst als stellvertretender Schulleiter, damals war der Träger noch der Orden Unserer lieben Frau. Dann übernahm das Erzbistum Köln die damalige Mädchenschule und erweiterte die Schule 2012 um Jungenklassen, nachdem die Pallottiner beschlossen hatten, das Vinzenz-Pallotti-Kolleg Rheinbach 2016 zu schließen. „Mittlerweile herrscht auf unserem Schulgelände eine wunderbare Normalität im Nebeneinander von Jungen und Mädchen“, erklärte Rieck.
Stefan Koch, Leiter der Abteilung Katholische Schulen in Freier Trägerschaft des Erzbistums Köln, und Ingrid Schulten-Willius, Schulleiterin der Erzbischöflichen Liebfrauenschule, Köln, sprachen seitens des Bistums auf dem Festakt ihren Dank aus. Auch Stefan Raetz, Bürgermeister der Stadt Rheinbach, erwähnte dankend die gute Kommunikation mit der Schule. Cathrin Zimmermann und Kieran Didi (Jahrgangsstufe 10) orientierten sich in ihrer Rede im Namen der Schülerschaft an mitgebrachten Gegenständen: Kapitänsmütze, Kompass, Anker, Tau: „Schule ist ständig in Bewegung, sie benötigt einen fester Anker, um nicht von zentralen Werten abzukommen. Ein Tau hält die Schule zusammen und verhindert, dass das Schiff wegtreibt.“
Dr. Jutta Gröschl, Elternpflegschaftsvorsitzende, griff das Kapitänsbild ebenfalls auf. Michael Küßner sprach im Namen des Lehrerkollegiums und zitierte Hans Rieck: „Man muss den Ball flach halten.“ Er legte den Satz hinsichtlich Riecks Führungsstil aus: Bei flachen Bällen müsse man Augenkontakt halten. Helmut Kirfel, Schulleiter des VPK, hob die seit 25 Jahren bestehende Kooperation der beiden Gymnasien in der Oberstufe hervor.
Das Schlusswort sprach Hans Rieck selbst, der feststellte: „Schulen brauchen einen starken Rahmen – materiell und ideell. Es braucht viele, um diesen Rahmen zu gestalten.“ Diesen vielen – Mitarbeitern, Kollegen, Eltern, Schülern, Schulträger und anderen – sprach er seinen Dank aus. „Nun zu guter Letzt“ sang zum Schluss ein Eltern-Lehrer-Chor mit Begleitung des Schulorchesters und unter der Leitung von Musiklehrer Herbert Vennemann: „Lebewohl, auf Wiedersehen!“
