Mia Mönig vom Erich-Klausener-Gymnasium Adenau ist Siegerin des Kreisentscheids
Leseleistungen dicht beieinander
Bad Neuenahr. Nun ist es entschieden. Aus einem spannenden Wettbewerb mit Auftragungsort Stadtbibliothek Bad Neuenahr-Ahrweiler ging Mia Mönig aus Müllenbach als beste Vorleserin im Kreis Ahrweiler hervor. Damit hat die Elfjährige, die das Erich-Klausener-Gymnasium Adenau besucht, den Vorlesewettbewerb 2023/2024 des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels auf Kreisebene gewonnen. „Ich lese sehr, sehr viel, am liebsten Fantasy- und Tierbücher“, war von der ausgesprochenen Lesefreundin zu erfahren.
Im vom Kreis Ahrweiler und der Stadtbibliothek Bad Neuenahr-Ahrweiler gemeinsam organisierten Kreisentscheid traten wieder Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgangsstufen an. Zuvor hatten sie sich bereits als beste Vorleser ihrer Schulen erwiesen. Insgesamt zwölf Schulen entsandten ihre Kandidaten, die mit ihren Leistungen dicht beieinander lagen und es damit der siebenköpfigen Jury unter dem Vorsitz der kommissarischen Bibliotheksleiterin Gisela Franz nicht gerade leicht machten. Außer Franz gehörten zur Jury Grundschulleiterin Ursula Bell, Buchhändlerin Karin Berens, Journalistin Hildegard Ginzler, Gymnasiallehrer i. R. Rudolf Menacher, Autor Gregor Schürer und die Vorjahressiegerin Lina Sophie Bachem vom Gymnasium Calvarienberg.
Welt ihrer Lieblingslektüre
Doch auf Anfang: Vor den beiden Lesedurchgängen, erst die Wahllektüre, gefolgt vom unbekannten Text, begrüßten Gisela Franz von der Bibliothek und Jürgen Kempenich seitens des Kreises. Schon traditionell stimmte Anna Hinson die Teilnehmer samt begleitenden Eltern und Lehrern mit zwei Harfenstücken ein. Sodann ließen die Vorleser ihr Publikum eintauchen in die Welt ihrer Lieblingslektüre.
Magisches und Abenteuer waren vertreten, es ging um Tiere und junge Menschen, die sich bewähren müssen, so wie Lola in Isabel Abedis „Lola Löwenherz“, eine große Tierfreundin. Daraus trug Valery Haid vor. Den Pferderoman „Herzensfreundinnen“ von Ilona Einwohlt hatte Leonie Linde mitgebracht, und Lena Müller führte zu Sue Bentleys „Zauberkätzchen – Ein magischer Bauernhof“. Im frisch-forschen Ich-Erzählerin-Ton las Ayanda Omar aus „Der Tag, an dem mein Meerschweinchen Kriminaloberkommissar wurde“. Begeistert nannte sie das Werk der Autorin Brigitte Endres „einen sehr spannenden und total lustigen Krimi“.
Dagegen handelt es sich bei „Ravenhall Academy“ um das Genre Fantasy. Mia Dreske wählte daraus die Szene, in der Lilly Campbell von ihrer Großmutter erfährt, dass sie eine Hexe ist. Gleichfalls von Fantasy gefesselt zeigten sich Laura Koll, die Cornelia Funkes bekanntes „Tintenherz“ aufschlug und Rebecca Smell mit einer Versteck-Situation aus „Rubinrot“ von Kerstin Gier.
Sarah Wingender aber nahm die Zuhörer mit auf eine heikle Heißluftballon-Fahrt von Frankie und seinem Opa (Jenny Pearson: Frankie und die Liste der unbezahlbaren Wünsche). Um Freundschaft drehten sich die Beiträge der Kandidatinnen Alena Krieser (Pia Herzog: Ihr mich auch) und Mathilda Ehlenbeck (Andreas Steinhövel: Rico, Oskar und das Herzgebreche).
Sicher und überzeugend
Der einzige Junge im Wettbewerb, Louie-Gabriel Koonen, wusste spannend vorzutragen, wie die Marcel und Julia ihren Vater, einen erfolgreicher Tierfotografen, aus einer Höhle zu retten versuchen. Was Gewinnerin Mia Mönig angeht, so las sie nicht nur sicher und überzeugend aus Katharine Marshs Buch „Jack Perdu und das Reich der Schatten“ vor. Sie bewältigte in der zweiten Leserunde auch den unbekannten Text. Geliefert hatte ihn Autor Gregor Schürer. Obgleich das Lesefeld mit durchweg überraschend guten Leistungen besteckt war, konnte Mia Mönig aus Sicht der Jury dennoch mit eindeutigem Vorsprung punkten.
Für alle Teilnehmer gab es schließlich eine Urkunde und ein Buchgeschenk. Mia Mönig blickt nun der nächsten Wettbewerbsrunde beim Bezirksentscheid in Koblenz entgegen. Mit ihr strahlte auch die begleitende Deutschlehrerin Susanne Geister-Helten, da sie sich immer schon für die Lesekompetenz eingesetzt hat. Und sie nennt noch einen Grund zur Freude: „Seit 22 Jahren bin ich am Erich-Klausener-Gymnasium Adenau, aber jetzt ist zum ersten Mal jemand von der Schule weitergekommen“. HG
Mia Mönig machte das Rennen.
