Allgemeine Berichte | 06.08.2026

Was tun wenn der geliebte Vierbeiner an einem Feiertag plötzlich medizinische Hilfe braucht?

Leserbrief: Kein tierärztlicher Notdienst im Kreis Ahrweiler

Symbolbild.  Foto: Pixabay.com

Es passiert natürlich immer Weihnachten, Ostern, nachts oder am Wochenende. Die Katze hat plötzlich Lähmungserscheinungen. Der Hund wurde bei einer Beißerei schwer verletzt und blutet heftig. Es ist ein Notfall. Schnellste Behandlung ist geboten. Dann bleibt nur die Tierklinik in Neuwied. Das sind 45 Kilometer. Wahlweise kann man auch in die Tierklinik nach Mayen. Das sind 41 Kilometer. Je nach Verkehr 45 bis 60 Minuten Fahrt, die über Leben und Tod unseres tierischen Familienmitglieds entscheiden. Mit einem eventuell sterbenden Tier eine Stunde durch die Nacht zu rasen, wie ich es bereits fünf Mal erlebt habe, ist alles andere als lustig. Und was machen Menschen, die kein Auto haben und sich die teuren Taxikosten nicht leisten können? Tierärztliche Hausbesuche am Ostermontag gibt es in Köln. Im Kreis Ahrweiler können wir davon nur träumen. Bei Erreichen der rettenden Klinik kommt die nächste Überraschung in Form einer hohen Rechnung. Weitere Kosten folgen. Das wäre in der Tierarztpraxis um die Ecke vermutlich billiger, die Benzinkosten nicht mitgerechnet. Wenn Mieze oder Bello noch leben, zahlt man natürlich. Und denkt über eine tierärztliche Krankenversicherung nach, die auch nicht umsonst ist. Unsere Tierärzte und Tierärztinnen leisten großartige Arbeit und haben ihren Feierabend auf jeden Fall verdient. Das ändert aber nichts an der unzumutbaren momentanen Situation bei uns. Wenn es einen tierärztlichen Notdienst in der Umgebung der Kreisstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler gäbe, bei dem sich die Tierarztpraxen am Wochenende, bei Nacht und an Feiertagen turnusmäßig abwechseln würden, etwa wie die örtlichen Apotheken, wäre schon viel erreicht. Dafür würde sogar der doppelte Abrechnungssatz anfallen. Es müsste nur einer oder eine die Initiative ergreifen, die Kollegen und Kolleginnen kontaktieren und den Notdienstplan aufstellen. Ich denke, das Leben unserer vierbeinigen Freunde sollte das doch wert sein!

Astrid Gehrmann,

Bad Neuenahr-Ahrweiler

Symbolbild. Foto: Pixabay.com

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