Kirchengemeinderat traf sich zum letzten Mal und traf Entscheidungen für die Zukunft
Letzte Sitzung für St. Gertrud
Oedingen. Der 26. Oktober 2019 war für die Kirchengemeinde St. Gertrud ein historisches Datum. Der Kirchengemeinderat (KGR) trat unter Vorsitz von Pfarrer Frank Klupsch ein letztes Mal zusammen. Mit der Sitzung geht die Gemeinde ihrer Auflösung zum 31. Dezember einen weiteren Schritt entgegen. „Wir sind mit dieser Entwicklung nicht glücklich. Umso wichtiger war es für uns, einige Entscheidungen für die Zukunft zu treffen“, so Ratsmitglied Oliver Diehl. So beschloss der KGR die Errichtung eines Versammlungsplatzes vor der alten Getrudiskapelle, um Nach- und Vorbereitung von Gottesdiensten zu erleichtern. „Wir haben so die Möglichkeit, die Gemeindefeste auch an der Kapelle zu feiern“, erklärt Berthold Bachem. „Hinzu kommt die Entscheidung, einige Parkplätze am Friedhof gegen Entgelt zu vermieten. Mit den Einnahmen wollen wir für die Instandhaltung der Kapelle sorgen.“ Oedingen geht zum Jahreswechsel in der neuen Großgemeinde Sinzig auf. Die Ratsmitglieder sind sich nicht sicher, welche Priorität die Erhaltung der Friedhofskapelle dann haben wird. „Schließlich haben wir uns darauf verständigt, aus dem Friedhofserweiterungsgelände eine artenreiche Wiese zu machen. Damit setzt die Gemeinde ein Zeichen zur Nachhaltigkeit. Auch wollen wird zeigen, dass die katholischen Christen in Oedingen einen harmonischen Umgang mit der Natur wünschen“, so Hedi Neukirchen. Der KGR Oedingen hat für das Jahr 2019 noch erhebliche Investitionen am Friedhof eingeplant. „Das war eine riesen Kraftanstrengung“, so Diehl. Die Oedinger Katholiken haben für das Jahr 2020 vorgesorgt. Mit dem neuen „Gemeindeverein St. Gertrud“ wird die Kirche im Dorf bleiben, auch wenn der Pfarrer dann in Sinzig sitzt.
