St. Martin in Oedingen
Leuchtende Kinderaugen mit „Weckmann“ im Arm
Oedingen. Die Ankündigung des St. Martinumzuges in Oedingen wurde mit „traditionell“ umschrieben, traditionell ist aber mittlerweile auch das triefende Nass, welches pünktlich zum Dorffest einsetzte. Petrus hatte also wieder einmal seine Schleusen geöffnet, dem Umzug tat dies aber keinen Abbruch. Unverdrossen zogen die Kinder mit ihren Eltern und Großeltern nach dem Gottesdienst durch die Oedinger Straßen. Mit einem gewaltigen Lichterschmuck zeigten die Bewohner des Ortes, wie gewohnt, ihre Solidarität zum Fest und verliehen dem Ganzen das nötige Flair.
Das Musikkorps Wachtberg/Züllighofen, verstärkt mit Musikern aus Wachtberg-Fritzdorf, spielte die passenden St. Martinsmelodien und die gesamte Gemeinschaft setzte tatkräftig mit ein. „...St. Martin, St. Martin...“ klang es aus allen Kehlen. Am imposanten Feuer leuchteten dann nicht nur die Kinderaugen. Die Feuerwehr mit ihrer personell starken Jugend hatte wieder einmal ein wachsames Auge und begleitete den Tross anschließend zum Dorfgemeinschaftshaus, dem Foyer der Rheinhöhenhalle. Dort warteten schon sehr viele Helfer und Helferinnen quer durch alle Altersschichten, um die Kinder und alle anderen Teilnehmer „glücklich“ zu machen.
Der traditionelle „Weckmann“, leckere Gummi und Lakritzstangen sowie ein Becher Kakao ließen den prasselnden Regen vergessen. Die Erwachsenen vergnügten sich derweil bei einem netten Gespräch und einer Tasse heißem Glühwein. Zufrieden zeigten sich die Organisatoren Hans-Willi Jungbluth und Olaf Wulf vom Ausschuss für das Kultur- und Brauchtumswesen. „Es ist schön, dass so viele bereit sind, zu helfen. Nur dadurch ist die Durchführung dieses tollen Abends gewährleistet. In diesem Jahr haben wir auch wieder viele neue Gesichter unter den Helfenden vernommen. Zufrieden zurücklehnen geht jedoch nicht, wir brauchen auch in Zukunft jede Hand, vor allem in der Vorbereitung zum Beispiel beim Losverkauf. Es kann sich jeder, aber auch wirklich jeder aus unserem Heimatort Oedingen bei uns melden und einbringen.“ Mit diesem Aufruf von Jungbluth, Wulf & Co. begab man sich flugs zum Aufräumen, denn das Wetter hatte doch seine Spuren hinterlassen.
