Heinz-Rudi Dresen baut die St. Anna Kapelle nach
„Licht für St. Anna“
Ahrweiler. Eine Idee wurde geboren. Zwei Chöre mit ihren Chorleitern und Vorsitzenden beschlossen im Jahre 2016 die Durchführung eines Benefizkonzertes. Es wurden die Chöre MGV-Ahrweiler und MC-Bachem gefragt. Diese sagten spontan zu und entschieden ein Konzert unter dem Motto „Licht für St. Anna“ am 4. November im Horst-Gies-Bürgerzentrum in Ahrweiler durchzuführen. Hier konnten die Organisatoren die Musiker „Us de la meng“, - einige lebenslustige Menschen, denen es Spaß macht, Musik zu machen, gewinnen. Ein Konzert der besonderen Art wird um 18 Uhr beginnen. Hier werden die Zuhörer Kompositionen von Bryan Adams, Kurt Lissmann, Walter Pappert, Rudi Kühn bis hin zu Udo Jürgens zu Gehör bekommen.
Eine zweite Idee wurde auch in die Tatsache umgesetzt. Der Vorsitzende des Männerchors Bachem, Heinz-Rudi Dresen, hatte die Idee, einmal die St. Anna Kapelle, die eigentlich eine Kirche ist, als Modell im Maßstab 1:25 zu bauen. Das Baumaterial wurde gespendet und bei einer Bierlaune ging er die groben Baumaßnahmen an. Die größte Herausforderung war, laut Aussage von Heinz-Rudi Dresen, das vielfältig geschachtelte Dach.
Eine Beleuchtung, ähnlich, wie die geplante, die die Kapelle einmal ausleuchten soll zwei Bänke und die Gottesmutter, die von Karl Krämer in liebevoller Kleinarbeit gefertigt wurden, wurden in der Außenanlage in Szene gesetzt.
Selbst der Papierkorb neben der Bank am Eingang der Kapelle wurde nachgebaut und aufgestellt. Dann wurde entschlossen, die Kapelle ein erstes Mal beim Bachemer Weinfest auf dem Wagen des Männerchors Bachem dem breiten Publikum zu präsentieren. Selbst neben der Innenraumbeleuchtung drang das schallende Geläut aus dem Glockenturm nach außen.
Der Wagen wurde von einigen Sangeskollegen und Frauen mit liebevollem Fingerspitzengefühl geschmückt und eine äußere Beleuchtung angebracht. Dann, am Sonntagabend, suchte das Gespann bei Dunkelheit, gefahren von Manfred Suckow, ein Sänger des MCBs, beim „Weinlesezug der 10.000 Lichter“ seinen Weg durch den kleinen aber feinen Weinort Bachem, mit seinen geschmückten und beleuchteten Häusern und Straßen. Nach Abschluss des Weinfestes gab der Erbauer der Kapelle noch keine Ruhe und brachte die kleinen Details wie Dachrinnen und Fallrohre noch an um das Bauwerk vollkommener zu machen. Über 250 Stunden Bauzeit dokumentierte er, bis alles stand.
Nun entschloss der Bauherr sich nach so vielen Stunden seiner Mühe, die Kapelle beim Konzert am 4. November in Ahrweiler der breiten Öffentlichkeit zur Ansicht auszustellen.
