Allgemeine Berichte | 31.08.2021

Dernau: Kleiderspenden von Meyer Moden

Lichtblick für Normalität in Dernau

Die Macher freuen sich über die Aktion - von links nach rechts: Michael Meyer, Spender & Modeunternehmer, Alfred Sebastian, Bürgermeister Dernau, Christel Meyer, Spenderin & Modeunternehmer, Mitarbeiterin Meyer Moden, Ingried Näkel-Surges, Krisenkoordinatorin, Mitarbeiterin Meyer Moden, Mitarbeiterin Herzen´s Angelegenheiten.Fotos: Malteser Hilfsdienst e.V.

Osnabrück/Dernau. Mit einer Großspende hochwertiger und neuwertiger Damenoberbekleidung hat Meyer Moden aus Osnabrück vielen Damen aus Dernau im Hochwassergebiet ein Stück Normalität geschenkt. In dieser Woche reisten sie mit dem Herzensangelegenheiten Bulli nach Dernau und präsentierten die Sommer-Neuware an der Grundschule. Jede Frau Dernaus war eingeladen sich etwas auszusuchen und kostenlos mit nach Hause zu nehmen.

„Mehr als 450 verschiedene Kleidungsstücke haben wir für die Frauen aus Dernau in vielen unterschiedlichen Größen mitgebracht, um ihnen in dieser durch das Hochwasser zerstörten Zeit zu helfen“, sagt Spender und Modeunternehmer Michael Meyer. Seine Frau Christel ist auf die Idee gekommen die großen Mengen an Sommer-Neuware, die durch den Lockdown nicht verkauft wurden, für die Flutopfer in Dernau persönlich zu übergeben. Es sollte ein Erlebnis werden, wie ein Besuch in ihrem Geschäft an der Krahnstraße in Osnabrück. Ein Fashion-Bus der Bremer Modemarke „Herzen´s Angelegenheiten“ sollte sich nach Dernau aufmachen. Kurz bevor es losgehen sollte stellte man einen Defekt fest. Kurzfristig wurde gehandelt und es ging mit einem Transporter und mehreren PKWs nach Dernau, denn die Aktion sollte auf jeden Fall stattfinden.

Auf dem Innenhof der Grundschule freute man sich schon auf die hochwertigen Kleiderspenden. Durch die Informations-App „Dernau Informiert“, die es schon vor dem Hochwasser gab, verbreitete sich die Aktion in wenigen Stunden. Als der Transporter und die PKWs angekommen waren und die Ware auf Ständern gezeigt wurde war das „Freiluft-Shoppen“ eröffnet. Eine 63 jährige Frau, die seit 40 Jahren in Dernau wohnt und ihr Zuhause verloren hat, sagte: „Wenn man nicht die zerstörten Häuser sieht ist hier alles normal. Diese Aktion ist einfach wunderbar und ein Lichtblick für ein normales Leben, was wir alle zur Zeit nicht haben.“

Dernaus Bürgermeister Alfred Sebastian und Krisenkoordinatorin Ingried Näkel-Surges finden die Aktion klasse. „Es baut die Leute auf“, sagt Bürgermeister Sebastian. „Nach den großzügigen gebrauchten Sachspenden in der Anfangszeit ist diese Aktion mit Neuware genau das was wir nun brauchen. Wir sind Meyer Moden und den Maltesern so dankbar“, ergänzt Krisenmanagerin Näkel-Surges.

Möglich war diese Aktion durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit der Malteser in der Diözese Osnabrück und Meyer Moden aus Osnabrück. Bereits Anfang des Jahres wurden für die Frauenhäuser in der Umgebung Sögels im Emsland ein großer Teil gespendet. Man wollte nicht, dass Aufkäufer die Ware, die Corona-bedingt im Lager verweilte, günstig einkauften und dann gewinnbringend weiterverkaufen. „Wir sind davon motiviert etwas Gutes zu tun und unseren Teil für die Hilfsbedürftigen der Hochwasserkatastrophe zu tun“, erläutert Michael Meyer. Die Aktion war ein voller Erfolg, da sind sich alle Beteiligten einig. Die wenigen übrig gebliebenen Kleidungsstücke gehen an die Frauenhäuser im Emsland.

Bürgermeister Alfred Sebastian ist von der Aktion begeistert.

Bürgermeister Alfred Sebastian ist von der Aktion begeistert.

Stöbern im Freiluft-Geschäft.

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Spender Michael Meyer im Gespräch mit Krisenkoordinatorin Ingried Näkel-Surges

Spender Michael Meyer im Gespräch mit Krisenkoordinatorin Ingried Näkel-Surges

Die Macher freuen sich über die Aktion - von links nach rechts: Michael Meyer, Spender & Modeunternehmer, Alfred Sebastian, Bürgermeister Dernau, Christel Meyer, Spenderin & Modeunternehmer, Mitarbeiterin Meyer Moden, Ingried Näkel-Surges, Krisenkoordinatorin, Mitarbeiterin Meyer Moden, Mitarbeiterin Herzen´s Angelegenheiten.Fotos: Malteser Hilfsdienst e.V.

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  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
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