Allgemeine Berichte | 04.03.2020, 09:39 Uhr

Koisdorfer Sportfreunde feierten bis in die Morgenstunden

Liebestolle Mädels, starke Männer und ein Abschied

Der „Bunte Karnevalsabend“ wurde seinem Namen gerecht

Das Dorfgemeinschaftshaus kochte. Foto: Markus Isenhofer
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Koisdorf. Der „Bunte Karnevalsabend“ der Sportfreunde Koisdorf fand wieder traditionell im Saal des Dorfgemeinschaftshauses Wendelinus in Koisdorf statt. In diesem Jahr stand der erstklassige Sitzungspräsident Sascha Grzenia auch als Hofmarschall der Sentiaca Dagmar I. auf der Bühne. Er führte gewohnt mit Charme und Witz durch das Programm und sein Partner, die neue „Edelmöhre“ Olaf Horstmann unterstützte ihn dabei.

Alles begann mit der Erdnuss

Den Anfang machte in diesem Jahr „Die Erdnuss“ mit einer großartigen Rede. Als Eisbrecher brachte er den Saal schon zu Anfang zum Kochen.

Er ist ein Redner, der die Witze nicht erzählt, sondern mit seiner Gestik und unschlagbaren Mimik lebt. Und er hatte jede Menge Witze und Verkleidungen im Gepäck.

Prinz Rudy aus Westum kam mit seinem Hofstaat und den Fidelen Möhrchen aus Westum und wurde mit einem tosenden Applaus durch den Saal auf die Bühne begleitet. Nach einem Tänzchen der Fidelen Möhrchen nahm Prinz Rudy im Saal platz und feierte mit.

Mit Andreas Marquardt kam ein Vollblutkarnevalist in die Bütt, der die Narren so richtig in Schwung brachte.

Nun folgte „ne Bonte Pitter“. Der Belgier steht schon seit vielen Jahren im Karneval auf der Bühne und hat nun den Weg nach Koisdorf gefunden.

Er hat nicht nur aktuelle Themen im Repertoire, sondern ist auch spontan und brachte so den Saal zum Kochen. Ungeheuer professionell stellte er sein Talent als Redner unter Beweis. Er streifte alle möglichen und unmöglichen Bereiche des alltäglichen Lebens und so wurde für ihn eine Rakete gestartet.

Bayerische Mädels suchten die Liebe

Nun kam eine Tanzeinlage der Gruppe „Blue Velvet“ aus Bad Bodendorf. Als Motto hatten die Tänzerinnen die Landliebe und so wurden aus den „Blue Velvet“ fesche Mädels mit bayerischen Kostümen. Sie wirbelten über die Bühne und suchten die Liebe. Dafür bekamen sie vom Publikum einen tosenden Applaus.

Mit einer riesigen Begleitung in blau-gelb, den Stadtsoldaten, zog Sentiaca Dagmar I. mit ihrem schmucken Hofstaat in den Saal ein.

In diesem Jahr wird die Sentiaca von zwei Koisdorfern begleitet: Sitzungspräsident und Hofmarschall Sascha Grzenia und als Säckelmeister behält Henry Klar den Überblick über die Finanzen. Nach der Begrüßung durch den Sitzungsprädient nahm die Sentiaca Damgar I mit ihrem Hofstaat in der Prinzenloge Platz. Im närrischen § 10 wurde von den Sportfreunden die Bewirtung mit Speisen und gekühlten Getränken gewünscht. Mit einem gut gefüllten, extra geschmückten Kühlschrank in der Loge wurde dieser Paragraf tadellos erfüllt.

Nach einer verdienten Pause zum Luft holen und einem Gang an die Essbar, die unter anderem selbstgemachten Kartoffelsalat zu bieten hatte, ging es im Programm weiter.

Steife Prise und heißer Sound

Dann kamen die Sinziger Bühnebützer, die einen Hauch Seeluft in den Saal brachten. Zu der Tanzgruppe gehören mittlerweile vier Mitglieder der Sportfreunde Koisdorf und so wurde der Auftritt zu einem Heimspiel. Als Popey kamen sie mit dem Müllemer Böötche herein und tanzten als gestandene Seemänner mit Schwung und Spaß über die Bühne. Popey’s Freundin Olivia durfte auch nicht fehlen und wurde von den Seemännern auf Händen getragen. Die Sinziger Bühnebützer brachten den Saal zum Kochen und das Publikum ließ die Tänzer ohne Zugabe nicht von der Bühne.

Nun wurde der Saal zu einem karnevalistischen Hexenkessel, die Zissener Band „Schäl Pänz“ sorgte mit ihrem immer wieder fantastischen Auftritt für eine Stimmung, die nicht zu toppen war. Der ganze Saal sang mit, tanzte, klatschte und tobte zu kölscher Musik.

Der Zirkus der Stadtsoldaten

Anschließend ging es direkt weiter mit der Showtanzgruppe der Sinziger Stadtsoldaten. Sie entführte das Publikum in die Zirkuswelt und hatte so manche akrobatische Einlage dabei. Der Zirkusdirektor Basti Loch hatte die Mädels im Griff und das begeisterte Publikum dankte den Tänzerinnen mit stürmischem Applaus und ließen die Tanzgruppe nicht ohne Zugabe von der Bühne.

Jetzt kam ein alter Bekannter aus Wehr auf die Bühne: Kurt Gerhartz. Als Redner zog er den Saal mit seinem gekonnten Auftritt in den Bann und strapazierte die Lachmuskeln des Publikums mit seinen immer wieder feuchtfröhlichen Anekdoten aus seinem (Ehe-)Leben noch einmal so richtig.

Die Showtanzgruppe Meninas aus Westum kam mit dem Motto „Wir sind Mehr“ als Kapitäne, die sich in Meerjungfrauen verwandelten und zeigten ihr Können. Sie gehören zu den Spitzenkräften der Region und verzauberten den Saal mit ihrem perfekt einstudierten Tanz.

Panikorchester gab das letzte Mal alles

Jetzt kam das Panikorchester Remagen auf die Bühne und zeigte noch einmal alles, was es zu bieten hatte.

Diese Session wird die letzte sein, in der das Panikorchester die Narren mit ihrem unnachahmlichen Temperament unterhält. Nach großartigen 32 Jahren ist nun Schluss. Sie heizten dem Publikum nochmals ordentlich ein und erhielten Standing Ovation.

Den Abschluss machte das traditionelle große Finale mit dem Ausmarsch der Sentiaca Dagmar I mit ihrem schmucken Hofstaat und der Sitzungspräsidenten.

Dieser wieder einmal abwechslungsreiche und erstklassige bunte Karnevalsabend ging in der Kneipe des Dorfgemeinschaftshauses bis in die frühen Morgenstunden weiter.

Das Dorfgemeinschaftshaus kochte. Foto: Markus Isenhofer

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