Starke Seiten unserer Heimat
Lieblingsort Wachtberg mit vielen Facetten
Michael Turley stand WDR Rede und Antwort und engagiert sich
Wachtberg. Seinen persönlichen Lieblingsort hatte Michael Turley im Herbst dem WDR vorgestellt. Das Video zum Drachenfelser Ländchen kann man sich im Internet unter www1.wdr.de/mediathek/ video/sendungen/hier-und-heute/video-lieblingsort-wachtberg--100.html ansehen. Was aber macht unsere Heimat zu einem Lieblingsort? Manchmal sind es besondere Anblicke wie eine faszinierende Landschaft oder Plätze, mit denen wir besondere Erinnerungen verbinden. So ist für den Einen ganz simpel der Platz auf der Bank am Dorfplatz ein Lieblingsort, weil er dort in Erinnerungen an viele gemeinsam erlebte Feste schwelgen kann. Gleichzeitig begegnet man dort im Hier und Jetzt Menschen, die ebenfalls hier verwurzelt sind oder neue Wurzeln suchen. Für Turley waren es der Erholungswert der Landschaft und der Menschenschlag, die ausschlaggebend waren. Die St. Josefskapelle in Gimmersdorf, die Marktscheune in Berkum und der Aussichtspunkt Heinrichsblick im Naturschutzgebiet Rodderberg hatte er sich als Lieblingsorte für die Vorstellung ausgesucht. Für andere ist es der Adendorfer Dorfplatz zur Zeit der Rosenblüte. Manch einer sucht seine Ruhe in Wald und Wiesen und fühlt sich unter dem Blätterdach ganz eins mit der Natur.
Aber nicht nur die Landschaft, vor allem die Menschen, die sie mit Leben füllen, machen für viele den Lieblingsort aus. Deshalb thematisiert auch der ehemalige Fraktionsvorsitzende Michael Turley in einem weiteren Interview, dieses Mal für den Generalanzeiger, nicht nur die Landschaft, sondern etwas, was in Wachtberg gerade in den letzten Jahren immer wieder Thema war und ist: das Ehrenamt.
Während einige das fehlende Engagement einzelner Gruppen beklagen, zeigte sich oft nicht nur ein ganz anderes Bild, sondern auch neue Wege für das Ehrenamt, die der heutigen Zeit gerecht werden. Nach der großen Unwetterkatastrophe im Juni 2016 kamen Ehrenamtliche in Scharen, um zu helfen. Auch viele andere Menschen, teilweise mit langen Anreisewegen, waren gekommen und packten einfach mit an. Nach dem Abfluss der größten Wasser- und Schlammmassen waren es diese Hände und das THW, die die schlimmsten Schäden teilweise mit bloßen Händen so gut es ging beseitigten. An mangelnder Hilfsbereitschaft liegt es also offensichtlich nicht, dass der Nachwuchs im Ehrenamt fehlt. Eher findet man Ursachen in veränderten Interessenslagen oder einfach im Alltag der Menschen, der für viele Familien Berufstätigkeit beider Elternteile mit sich bringt.
Trotzdem kann kein Verein, keine Institution ohne Nachwuchs auskommen und trotzdem soll dem Ehrenamt mehr Anerkennung zuteil werden. Ganz natürlich kümmert man sich in den meisten Vereinen um die Kinder und Jugendlichen. Ganz natürlich wachsen sie so in die Gemeinschaft hinein und übernehmen mit zunehmenden Alter dort auch Aufgaben. Weil viele Kinder heutzutage die Nachmittage in den Schulen verbringen, hat sich mancher Verein bereits umorientiert und bietet dort AGs an. Eine andere Art das Ehrenamt anzuerkennen, ist die in unserem Landstrich recht unbekannte Ehrenamtskarte. Mit dieser Karte erhalten Menschen, die sich überdurchschnittlich engagieren, in vielen Bereichen Rabatte. Die Einführung der Ehrenamtskarte in Wachtberg wurde bereits durch Michael Turley angeregt. Diese Verhaltensweisen der Menschen im Ländchen, ihr Engagement, ihr Umgang mit dem Wandel der Zeit und natürlich die unverwechselbare Landschaft und das kulturelle Angebot sind es, die für viele Menschen diesen Ort zum Lieblingsort werden lassen.
Dieser Rastplatz unter der riesigen Weide zwischen Adendorf und Arzdorf ist für viele ein Lieblingsort im Ländchen.
Viele finden ihren Lieblingsort beim Spaziergang durch Feld, Wald und Wiese.Fotos: CEW
