Tennis – Tk am Stadtwald Rheinbach
Literarische Weinprobe
Fachliches und Literarisches zum Thema Wein
Rheinbach. Eine Weinprobe der besonderen Art wurde im voll besetzten, liebevoll geschmückten Klubhaus des Tk am Stadtwald von den Vorstandsmitgliedern Wolf-Ulrich Scherhag und K. Gunter v. Kajdacsy ausgerichtet und gestaltet. Diese Weinprobe war nicht als Verkaufsveranstaltung konzipiert, sondern sollte Gelegenheit bieten, unterschiedliche Weiß- und Rotweine deutscher Winzer im unmittelbaren Vergleich und nebenbei Literatur rund um den Wein kennenzulernen. Hierzu wurden insgesamt sechs Weißweine und vier Rotweine unterschiedlicher Weingüter und -regionen vorgestellt, die allesamt in einer bezahlbaren Kategorie lagen. Wolf-Ulrich Scherhag stellte in seinem Einführungsvortrag die deutsche Weinlandschaft, auch im internationalen Vergleich, und dann jeweils die einzelnen Weine und ihre Anbaugebiete vor. Begonnen wurde mit Müller-Thurgau und Silvaner, dann folgten Erläuterungen zu Grau- und Weißburgunder aus dem Markgräflerland, und schließlich wurden zwei verschieden ausgebaute Rieslingweine verkostet. Die Pause wurde von einem Spätburgunder blanc de noir eingeleitet, und schließlich wurden noch Trollinger, Dornfelder, Spätburgunder probiert. K. Gunter v. Kajdacsy übernahm es, neben der Geschichte des Weinanbaus die wohl ältesten Kulturgüter der Menschheit, Wein und Weingenuss, in der Literatur und begleitend zu den einzelnen Weinsorten vorzustellen.
Von der Antike zu Herrn Goethe
Er spannte den Bogen von der Antike über die zahlreichen Erwähnungen in der Bibel („...der Wein erfreue des Menschen Herz“) bis hin zum Heiligen Augustinus („Keiner soll Priester werden, der den Wein nicht mag“).
Der Weinliebhaber und -trinker Johann Wolfgang von Goethe, der sich gerne und häufig, auch beispielsweise beim Dichten des „Faust“, vom Wein inspirieren ließ, fehlte in dem prominenten Reigen der „Weindichter“ natürlich nicht: „Ich halte geistige Zwiesprache mit den Ranken der Weinrebe, die mir gute Dinge sagen...“ Auch berühmte Dichter wie Theodor Storm und Friedrich von Schiller widmeten manche ihrer Gedanken dem Wein und auch der Stimmung beim Weintrinken. Fast unausweichlich war es dann, dass neben tiefgründiger Literatur auch Fröhliches vorgetragen wurde, so zum Beispiel die Erkenntnis von Wilhelm Busch: „Ein Trinkgefäß, sobald es leer, macht keine rechte Freude mehr.“ Zum Abschluss der Veranstaltung bedankte sich spontan der Ehrenvorsitzende Horst Beensen bei dem Ersten Vorsitzenden, Wolf-Ulrich Scherhag, dem Pressewart, K. Gunter v. Kajdacsy nebst ihren für die Ausgestaltung des Klubhauses verantwortlichen Ehefrauen sowie dem Klubhauswirtsehepaar Almut und Jürgen Rey für einen äußerst unterhaltsamen, aber auch lehrreichen Abend, der wieder einmal gezeigt habe, dass der Tk am Stadtwald nicht nur besonders sportlich ausgerichtet sei, sondern auch die Geselligkeit bestens pflege.
Literarisches und Fachliches zum Wein gaben zum Besten: K. Gunter v. Kajdacsy (li.) und Wolf-Ulrich Scherhag.
