Allgemeine Berichte | 25.10.2016

Pfarrer in Becheln entpflichtet

Lob, Dank und Tränen zum Abschied von Martin Ufer

Viele gute Wünsche fürs neue Amt als Schulleiter des Leifheit-Campus

Lob, Dank und Tränen zum Abschied von Martin Ufer

Becheln/Rhein-Lahn-Kreis. Mit einem Festgottesdienst in der Bechelner Kirche und einem Empfang im voll besetzten Dorfgemeinschaftshaus von Becheln hat sich die evangelische Kirchengemeinde Becheln, Dornholzhausen und Schweighausen von ihrem ehemaligen Gemeindepfarrer Martin Ufer verabschiedet. Der 45-Jährige hat nach den Sommerferien die Leitung des privaten Gymnasiums Leifheit-Campus in Nassau übernommen. Seit 2004 war Ufer Gemeindepfarrer der damals noch eigenständigen drei Gemeinden, die sich Anfang dieses Jahres vereinigten. 2012 wurde er zum stellvertretenden, zwei Jahre später zum Dekan des ehemaligen Dekanats Nassau gewählt. Die Dekanin des evangelischen Dekanats Nassauer Land, Renate Weigel, entpflichtete Ufer in einem festlichen Gottesdienst von seinen Aufgaben als Gemeindepfarrer und gab ihm zusammen mit dem Kirchenvorstandsvorsitzenden Albrecht Kohl, dem Nachbarpfarrer und langjährigen ehemaligen Dekan Mathias Moos aus Marienfels und Ufers Vater Dr. Joachim Ufer Segenswünsche für seine neue Aufgabe und sein weiteres Leben mit auf den Weg. Weigel spielte in ihrer Ansprache auf Ufers neue Wirkungsstätte an und wünschte ihm, dass er „ein Lerner bleibt“, dessen Ohren stets zu Gott hin geöffnet sind. Kohl und andere Weggefährten erinnerten an Ufers weltoffene und den Menschen zugewandte Art und Arbeit, die ihn als Mensch und Gemeindepfarrer so beliebt gemacht hätten. Im Dorfgemeinschaftshaus von Becheln nutzten viele Redner die Gelegenheit, dem beherzten Theologen für seinen segensreichen Dienst zu danken. „Wer es bei seiner Verabschiedung schafft, eine solche Halle zu füllen, der muss wohl eine Menge richtig gemacht haben“, sagte etwa der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bad Ems Josef Oster, der auch im Namen seines Nassauer Amtskollegen Udo Rau sprach. Die Gesellschaft brauche solche Verantwortungsträger mehr denn je, und die Kirchengemeinden würden dabei eine ganz wichtige Rolle einnehmen, sagte Oster. Im Hinblick auf die Vereinigung von Verbandsgemeinden stellte der Politiker fest: „Sie haben den Beweis erbracht, dass es möglich ist, auch über Verbandsgemeinde-Grenzen friedlich und fruchtbar zusammen zu wirken.“ Im Namen des Dekanatssynodalvorstandes dankte Pfarrer Kristian Körver dem Amtsbruder für dessen Arbeit bei der Vereinigung der drei Rhein-Lahn-Dekanate. „Die Früchte, die du mit gesät hast, dürfen wir ernten.“ Eine Laudatio auf die mehr als zwölfjährige Amtszeit Ufers hielt der ehemalige Ortsbürgermeister Dornholzhausens und Vorsitzende des Gemischten Chores Dornholzhausen Eckhard Mangold. „Du warst ein wunderbarer Ansprechpartner; wir haben in Freud und Leid zusammengestanden.“ Ufers neuen Arbeitgebern riet er, gut mit dem Direktor umzugehen, „Das ist für euch wie ein Sechser im Lotto!“. Bechelns Ortsbürgermeister Patrick Becker war den Tränen nahe, als er sich vom ehemaligen Dekan, Gemeindepfarrer und Ufers Familie, die nun von Dornholzhausen nach Nassau zieht, auch im Namen seiner fünf Amtskollegen aus Dessighofen, Dornholzhausen, Geisig, Oberwies und Schweighausen verabschiedete. Ufer habe dazu beigetragen, dass die Dörfer nicht nur zum Schlafen da seien, weil er sich auch selbst als Teil davon verstanden habe und sich stets für sie einsetzte, am Dorfleben mitwirkte und sich für die Menschen Zeit nahm. Die Gemeinden würden einen einzigartigen Pfarrer und Menschen verlieren; er empfahl Ufer, auch das Nein-Sagen zu lernen. Dank und gute Wünsche übermittelten auch die kleinsten Gemeindeglieder sowie die Leitungen der Kindergärten in Geisig und Frücht, der Gemeindekreise sowie in gesungener Form die Chöre Dornholzhausen und Geisig unter Leitung von Wassily Kotykov. Albrecht Kohl und Anita Krebs hatten nicht nur viele gute Wünsche für ihren ehemaligen Gemeindepfarrer im Gepäck, sie überraschten ihn auch mit einer Schultüte mit wohltuendem Inhalt. Ufer zeigte sich dankbar überwältigt von der großen Anteilnahme und stimmte mit den Besuchern „Großer Gott wir loben dich“ an.

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