Eine außergewöhnliche Vernissage
Loriot war mit dabei
Renate Steinkamp aus Vallendar und Wolfgang Lemhöfer aus Urbar luden ein
Vallendar. Voll war sie an Christi Himmelfahrt, die „Alte Post“ in der Hellenstraße in Vallendar. Denn hier zog nach einiger Zeit des Stillstandes wieder Leben ein. Renate Steinkamp, die seitdem sie Kind war, in Vallendar lebt, und Wolfgang Lemhöfer, der vor über 40 Jahren nach Urbar kam, präsentieren hier für einen Monat (vom 5. Mai bis 5. Juni) ihre Werke. Dies sind Gemälde, Glasbilder und regionale Ansichten als Linoleumdrucke. Das voll besetzte Haus, welches immer noch nach mehr Stühlen verlangte, weil man mit einem so großen Publikum gar nicht gerechnet hatte, zeigte sich beeindruckt und begeistert. Während der Vernissage betonte Wolfgang Lemhöfer, dass man diese Kunstwerke ja nicht erschafft, damit sie auf dem Keller oder im Speicher stehen, sondern man möchte sie der Öffentlichkeit zugänglich machen und schließlich auch als Kunst anbieten.
Da ein Museum oder eine Galerie eigentlich wenige Fenster, dafür für die Kunst große Wände hat, wurde es erforderlich, für die Glasbilder zunächst auf Raumsuche zu gehen. Und hier bot sich dann das alte Postamt, welches zuletzt als Geschäft genutzt wurde, an. Der Eigentümer war sofort freundlich und entgegenkommend und auch der Stadtbürgermeister stimmte mit ein und sicherte die Unterstützung der „KiV“ (Kultur in Vallendar) zu. Damit war das eigentliche Problem gelöst. Weitere Schritte wie Auswahl der Werke oder auch die Preisfestlegung, spielten Renate Steinkamp und Wolfgang Lemhöfer nun in Loriot-Szenen nach. So die Stücke „Die Garderobe“, „Im Sessel“ und „Der Aufbruch“ und stellten so ihr weiteres gemeinsames Hobby vor, denn beide kennen sich seit Jahren durch gemeinsame Theateraktivitäten und sind somit in verschiedener Hinsicht Künstler – einmal im Gestalterischen und dann auf der Bühne. „Wenn ich ein Werk male, ist es eine Offenbarung von mir, ich gebe damit auch ein Stück von mir selbst preis. Während ich auf der Bühne in eine bestimmte Rolle schlüpfe und diese übernehme. Beides hat seine Anreize und Herausforderungen“, so Renate Steinkamp im Gespräch mit BLICK aktuell.
Die Ausstellung ist wie folgt zu sehen: Bis zum 4. Juni täglich von 10 bis 12 und 15 bis 18 Uhr. Die Finissage findet am 5. Juni um 17 Uhr statt.
Wolfgang Lemhöfer bei der Erklärung des Bildes „Der brennende Dornbusch“ (Linolschnitt 1977).
Tolle Kunstwerke werden präsentiert.
