Allgemeine Berichte | 08.09.2017

Bistumswallfahrt nach Lourdes

„Lourdes fasziniert immer wieder“

450 Pilger machen sich auf den Weg in den südfranzösischen Wallfahrtsort

So wie die Gruppen aus Trier und Mendig haben sich insgesamt sechs Reisebusse auf den Weg gemacht.Privat

Mendig/Lourdes. Warten auf den Bus, ein Wirrwarr aus Koffern und Jacken auf dem Gehsteig, großes „Hallo“ beim Wiedersehen alter Bekannter: Es sind Vorfreude und Aufregung unter den Pilgern zu spüren, die sich an diesem Morgen mit einem von insgesamt sechs Bussen auf den Weg nach Lourdes machen. 450 Pilgerinnen und Pilger sind in diesem Jahr bei der fünftägigen Wallfahrt in das südfranzösische Pyrenäenstädtchen dabei, die unter der geistlichen Leitung von Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg und Pfarrer Joachim Waldorf steht. 270 von ihnen reisen mit dem Bus, 180 weitere folgen zwei Tage später mit dem Flugzeug.

Unter den Wallfahrern sind elf Kranke, betreut von den Maltesern, sowie zehn Schülerinnen und Schüler der St. Matthias-Schule Bitburg, die sich während der Reise ebenfalls um die Älteren und Kranken kümmern.

Beten für einen Angehörigen, Danke sagen für eine geglückte Operation, neue Erfahrungen in der Gemeinschaft sammeln: Jeder Pilger hat seine eigenen Beweggründe für die Wallfahrt. So auch Michaela Müller-Günther aus Mendig, die mit ihrer fünfjährigen Tochter Theresa Marie mitfährt. Die kleine Theresa wird nicht nur zum ersten Mal nach Lourdes fahren, sondern während der Pilgerreise auch ihren sechsten Geburtstag feiern. Ihre Mutter erhofft sich vor allem „geistliche Stärkung und inneren Frieden“ von dem Besuch in Lourdes, sagt sie.

Gerade in der heutigen Zeit sei es oft schwer, als katholische Familie Glauben im Alltag zu leben. Ursula Tautges-Müller ist 74 und fährt zum dritten Mal bei der Wallfahrt mit, hat aber schon eine viel längere Verbindung zu Lourdes: „Meine Mutter war 1958 bei der 100-Jahrfeier von Lourdes und brachte damals Wasser der Lourdes-Quelle mit. Das habe ich immer noch.“ Sie wolle vor allem „Danke“ sagen nach einer Krebsoperation, sagt die Pilgerin aus Mendig.

Das verbindet sie auch mit der 81-jährigen Anna Getrud Kranz. Sie sei dankbar, dass es ihr noch so gut gehe, wolle aber auch für die Kranken beten, sagt Kranz. „Als ich 1990 schon einmal in Lourdes war, hat mich vor allem berührt, dass die Kranken so im Vordergrund stehen. Es ist eine ganz besondere Atmosphäre dort, die einen fasziniert. „

Mit dabei auf der Bistumswallfahrt sind auch die 15-jährige Eva Turmann und der 16-jährige Simon Tebeck von der St. Matthias-Schule in Bitburg, die im Rahmen ihres Sozialpraktikums alte und kranke Pilger betreuen. „Wir werden die Kranken und Hilfsbedürftigen zu Gottesdiensten oder zu den Mahlzeiten begleiten und ihnen Gesellschaft leisten“, beschreibt Simon die Aufgaben. Seine Tante fahre jedes Jahr nach Lourdes und habe schon viel davon erzählt. Er selbst ist zwar Messdiener, war aber noch nie auf einer größeren Wallfahrt. Er sei „gespannt auf die neuen Erfahrungen“.

Auf dem Programm der Wallfahrt stehen für die Pilger tägliche Gottesdienste, eine internationale Messe in der unterirdischen Basilika Pius X., Kreuzwege, abendliche Lichterprozessionen und Zeit für das persönliche Gebet und den Besuch der Grotte. Seit 1958 pilgern jährlich Gläubige aus dem Bistum Trier nach Lourdes, wo 1858 Bernadette Soubirous die Muttergottes erschienen sein soll.

Weitere Informationen zu Pilgerreisen im Bistum Trier gibt es beim Bischöflichen Generalvikariat Trier, Abteilung 1.1 Pastorale Felder, Pilgerreisen des Bistums Trier, Tel. (06 51) 7 10 55 92, E-Mail pilgerfahrten@bistum-trier.de.

So wie die Gruppen aus Trier und Mendig haben sich insgesamt sechs Reisebusse auf den Weg gemacht.Foto: Privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Andi-RLP: Hallo Herr oder Frau Bastian, Sie haben Recht, die Kommentarantwort von mir war falsch ausgedrückt. Das Wort "vertrauensvoll" steht natürlich im Bericht. Jedoch habe nicht ich den vertrauensvollen Abstimmungsprozess...
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Elke Zeise: Nur Schade das man als Nachbarin keine Information bekommt ob der Täter noch in U Haft ist oder wieder auf freiem Fuß ist. Habe Angst die Wohnung zu verlassen
Ralf Schweiss
Imageanzeige
Gesundheit im Blick
Maifest Gönnersdorf
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0253#
Innovatives rund um Andernach
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Pädagogische Fachkraft (w/m/d)
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Empfohlene Artikel
Die Stadt Andernach beteiligt sich auch in diesem Jahr an der bundesweiten Aktion „Mähfreier Mai“ und setzt damit ein weiteres Zeichen für eine nachhaltige und naturnahe Stadtentwicklung.Foto: Stadtverwaltung Andernach / Regina Unruh
205

Andernach. Die Stadt Andernach beteiligt sich auch in diesem Jahr an der bundesweiten Aktion „Mähfreier Mai“ und setzt damit ein weiteres Zeichen für eine nachhaltige und naturnahe Stadtentwicklung. Gleichzeitig verfolgt die Stadt einen ganzheitlichen Ansatz in der Grünflächenpflege.

Weiterlesen

Die Kreisverwaltung in Koblenz. Foto: ROB
111

Kreis MYK. Im Mai 2026 findet im Kreis Mayen-Koblenz die Bundeswehrübung „Gelber Merkur 2026“ unter der Leitung der Teilstreitkraft Cyber- und Informationsraum statt. Der Zeitraum dieser Übung erstreckt sich vom 8. bis 22. Mai, und die Aktivitäten sind nicht nur auf Standort- oder Truppenübungsplätze beschränkt. Die beteiligten Kräfte bewegen sich auch im öffentlichen Raum, was dazu führen kann, dass Schussgeräusche durch den Einsatz von Platzpatronen wahrnehmbar sind.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Nadine Kreuser.  Foto: privat
30

In Ahrweiler gehört es fest dazu: das Maibaumstellen. Gemeinsam werden die großen geschmückten Bäume aufgerichtet – mit viel Vorbereitung, Muskelkraft und Gemeinschaftssinn. Gleichzeitig sieht man in diesen Tagen vor vielen Häusern kleinere Maibäume stehen. Sie werden meist ganz persönlich aufgestellt: als Zeichen der Zuneigung, der Verbundenheit oder einfach, um einem Menschen zu zeigen: Ich denke an dich.

Weiterlesen

Symbolbild.
34

Pkw touchiert Kind an einer Bushaltestelle

21.04.:Kind bei Unfall in Marienfels verletzt

Marienfels. Am Dienstag, dem 21. April 2026, kam es gegen 16:30 Uhr in der Römerstraße in Marienfels zu einem Verkehrsunfall an einer Bushaltestelle. Ein Kind wurde von einem vorbeifahrenden PKW leicht touchiert und erlitt dabei leichte Verletzungen.

Weiterlesen

Image Anzeige
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Stellenanzeige Kaufmännische/r Angestellte/r
Titel-Eckfeld - Bestellung Nr. 4300003863
Tank leer?
Save the Dates
Maifest Gönnersdorf
Gesundheit im Blick
Gesundheit im Blick // Anzeige Kinder
Minijob
Gesundheit im Blick
Innovatives rund um Andernach
Gesundheit im Blick
Verwaltung Immobilien
SB Wahlen
100 Jahre Eifelverein Dernau
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0253#
Shopping Genuss Abend Ahrweiler / o.B. Sponsoring
Maifest in Dedenbach