Allgemeine Berichte | 16.12.2016, 11:00 Uhr

Festliches Weihnachts-Konzert der Sinziger Turmbläser am zweiten Weihnachtstag

„Machet die Tore weit!“

Jedes Jahr begeistern die Turmbläser mit ihrem Weihnachtskonzert in der Sinziger Pfarrkirche.Archiv RÜ
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Sinzig. Zum 30. Mal seit 1987 führen die Sinziger Turmbläser ihr traditionsreiches Konzert in der Sinziger Pfarrkirche St. Peter auf. Beginn ist am zweiten Weihnachtsfeiertag, Montag, 26. Dezember um 19.30 Uhr. Für viele der zum Teil von weit her anreisenden Zuhörer ist das Konzert zu einem festen Bestandteil des weihnachtlichen Festreigens geworden. Mit der sehr majestätischen Fünfstimmigen Mottete „Machet die Tore weit“ von Andreas Hammerschmidt eröffnen die sieben Blechbläser das Konzert, bevor anschließend Dechant Achim Thieser die Konzertbesucher begrüßen wird. Der in Bad Neuenahr lebende und arbeitende Schriftsteller, Autor und Journalist Gregor Schürer wird mit literarischen Kurzlesungen den Konzertverlauf bereichern. Vor der ersten Textlesung führen die Blechbläser einen der musikalischen Höhepunkte des Abends auf: ein viersätziges Concerto des italienischen Barockkomponisten Tomaso Albinoni. Im Anschluss hieran ertönt im vollen Ton der Blechbläser Felix Mendelssohn-Bartholdys feierlicher und zugleich beschwingter „Marsch der Priester“ aus dem musikalischen Schauspiel „Athalia“. Mit dem zeitgenössischen Satz von „Es kommt ein Schiff geladen“ erklingt ein sehr besinnlicher und auch „stiller Choral“, der theologisch am Übergang von der Advents- zur Weihnachtszeit steht. Die Turmbläser vertonen die ersten drei Strophen, die auf den Mystiker Johannes Tauler zurückgehen und erstmals im Andernacher Gesangbuch im Jahr 1608 veröffentlicht wurden.

Besinnliche Klänge zum Fest

Nach einer weiteren besinnlichen Lesung Gregor Schürers werden alte und feierliche Weihnachtssätze über den Choral „Wie soll ich Dich empfangen“ von Johann Crüger und die musikalische Verarbeitung des Lukasevangeliums „Über´s Gebirg Maria geht“ von Johannes Eccard aufgeführt. Nach dem irischen Volkslied „Londonderry Air“ erklingt mit „Balulalow“ ein zeitgenössisches Werk des neoromantischen Komponisten Peter Warlock. Nach einer abschließenden Lesung Gregor Schürers ertönen noch einmal drei Werke, die vom Charakter der Komposition kaum unterschiedlicher sein könnten. „Shalom aleichem“ ist ein israelisches Volkslied, in dem die Juden weltweit in Musik und Gesang vereint ihre tiefe Sehnsucht nach Frieden zum Ausdruck bringen: „Friede sei mit Euch!“ Der von den Turmbläsern verwendete Satz aus Russland ist, wie Pauly betont, „sehr schwerblütig und von tiefster Sehnsucht erfüllt.“ Die festliche Choralvertonung des sich anschließenden Satzes von „Wie schön leuchtet der Morgenstern“, entstammte ursprünglich einer Komposition Johann Sebastian Bachs. Aus Anlass eines gemeinsamen Konzerts mit dem Kirchenchor St. Peter Westum im Frühjahr dieses Jahres ergänzte der in Sinzig lebende Komponist, Chorleiter und Musiklehrer am Rhein-Gymnasium Sinzig, Andreas Dietl, den Satz mit sehr festlichen Solo-Diskantstimmen und gab dem Werk Bachs so eine raumgreifende Feierlichkeit. Den musikalischen Schlusspunkt des Konzertprogramms setzt das Ensemble mit dem Satz von „Winter Wonderland“, eine zeitgenössische Komposition von Felix Bernard (Musik) und Richard B. Smith (Text).

Ausführende unter der Leitung von Stephan Pauly sind Stefan Alfter, Trompete, Flügelhorn; Lars Heller, Trompete, Piccolo-Trompete, Flügelhorn; Achim Kistenich, Trompete, Piccolo-Trompete, Flügelhorn; Stephan Pauly Trompete, Flügelhorn; Martin Stender, F-Horn; Jasmin Brandt, Posaune; Bernd Mollberg, Tuba; Gregor Schürer, Literarische Lesungen.

Der Eintritt ist frei. Nach dem Konzert wird am Ausgang um eine Spende für die Arbeit der Blechbläser gebeten. BL

Jedes Jahr begeistern die Turmbläser mit ihrem Weihnachtskonzert in der Sinziger Pfarrkirche.Foto: Archiv RÜ

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