St. Viktor-Schützenbruderschaft Oberbreisig e.V. von 1863
Mängelbeseitigung an Schießstand kostet 18.000 Euro
Verein bittet um Spenden
Oberbreisig. Seit über 150 Jahren pflegen die St. Viktor-Schützen die Traditionen einer kirchlichen Bruderschaft. In deren Sinne wurde die Bruderschaft 1863 gegründet, und die Bräuche haben sich weitgehend bis heute erhalten. Mit dem Beitritt zum Verband der Deutschen Historischen Schützenbruderschaften im Jahre 1954, dem Jahr der Wiedergründung nach dem Krieg, haben sich die St. Viktorschützen noch einmal ausdrücklich zu dessen Wertpflege - Glaube, Sitte, Heimat – bekannt.
Heute besteht die Bruderschaft aus 78 Mitgliedern, wovon 25 aktive Schützen sind. Das höchste Fest im Jahr ist Fronleichnam. Die Schützen begleiten in ihren Uniformen die Prozession. Am selben Tag findet auch das traditionelle Königsschießen statt. Bei der Kirmes im Oktober am Fest des hl. Viktor haben sich alte Bräuche bis heute weitgehend erhalten. Fähnrich und Adjutanten des Schützenkönigs nehmen mit der Bruderschaftsfahne während des Gottesdienstes am Altar Aufstellung. Im Anschluss an den Gottesdienst findet dann der große Umzug durch den Ort statt, um dann den Schützenkönig nach Hause zu bringen.
Ebenfalls ein Höhepunkt im Vereinsleben ist das Schützenfest, das traditionell am 2. Sonntag im Juli stattfindet.
Bei den Schießwettbewerben geht es um die Vereinsmeisterschaften, das Schießen von Schützenschnüren und natürlich den Vereinswanderpokal. Nach außen hin gestaltet sich das Schützenjahr durch den Besuch der Schützenfeste der befreundeten Vereine und der Veranstaltungen des Bezirks Rhein-Ahr. Auch Privatleute können am geselligen Teil der Veranstaltungen teilnehmen oder für Ihre Familienfeste die Halle mieten.
Im Hinblick auf die Sicherheit im Umgang mit Waffen wurden die gesetzlichen Vorschriften in den letzen Jahren mit Recht verschärft. Jede Schießstätte muss von einem Sachverständigen in regelmäßigen Abständen überprüft und eine Betriebserlaubnis erteilt werden. Bei der Überprüfung der Schießanlage wurden Mängel festgestellt. Damit der Schießstand die gesetzlichen Vorgaben erfüllt, müssen einige Änderungen bis zum 31. Mai vorgenommen werden. Es muss eine neue Bodenplatte für den neuen Kugelfang erstellt werden. Ferner müssen Geschossfangkästen angeschafft werden. Um eine Erdkontaminierung mit dem Geschoßblei zu vermeiden, müssen diese regensicher überdacht werden.
Nach ersten Kostenvoranschlägen müsste der Verein ca. 18.000 Euro aufbringen. Durch Eigenleistung der Vereinsmitglieder ließen sich die Kosten sicherlich noch senken. Aber selbst dann fehlen noch ca. 4.000 bis 5.000 Euro. Zum jetzigen Zeitpunkt scheint eine Unterstützung durch Stadt oder Kreis fraglich. Daher bitten die Schützen um Spenden. Als gemeinnütziger Verein dürfen Spendenquittungen ausgestellt werden.
Kontoverbindung: DE 11 5775 1310 0000 7711 96.
Pressemitteilung
St. Viktor-Schützenbruderschaft Oberbreisig e.V. von 1863
