Vor knapp 140 Jahre haben sich 18 Männer aus Wollendorf zu einem Chor zusammen gefunden
Männergesangverein Wollendorf v. 1886 e.V. ist Geschichte
Feldkirchen. Viele Höhen und Tiefen wurden von den Sängern durchlebt. Angefangen haben die Sänger im Jahre 1886 mit einem Lehrer als Chorleiter. Doch bald schon wurden sie von professionellen Chorleitern sängerisch ausgebildet und dirigiert. Diese blieben dem Chor jeweils über Jahrzehnte erhalten.
Beide Weltkriege haben tiefe Spuren an der Sängerzahl hinterlassen. Doch der Chor hat sich immer wieder erholt. Im Jahr 1970 haben noch 38 Sänger regelmäßig an den Chorproben teilgenommen. Doch mit der Jahrtausendwende ging es mit den Sängerzahlen bergab. Todesfälle, gesundheitliche Probleme, kein Nachwuchs und schließlich kündigte auch noch der letzte Chorleiter, weil er durch wichtige persönliche Gründe ins weit entfernte Saarland ziehen mußte. Damit hatte das Schicksal des Chores und auch des Vereines geschlagen. Dazu kam auch noch, daß unser Vereinslokal nicht mehr zur Verfügung stand, weil kein geeigneter Gaststättenbetreiber gefunden werden konnte.
Die hier Abgebildeten sind die letzten wackeren Sänger, die sich bis zum Schluss um den Fortbestand des Chores bemüht haben.
Mit der Auflösung des MGV Wollendorf verliert der Ort wieder einen Teil seiner örtlichen Identität. Vielleicht wird das vielen im Ort erst im Nachhinein bewusst werden. Leider kommt diese Einsicht dann aber zu spät.
Für sechs gemeinnützige Vereine hat die Auflösung unseres Vereins allerdings noch eine positive finanzielle Auswirkung. Mit der Auskehrung des Vereinsvermögens ist unser Verein leider Geschichte.
v.l. – Henryk Bogatzki, Peter Hackenbruch, Christian Pies, Hans-Werner Lennertz, Ulrich Hof, Klaus Eberz, Rainer Zorn, Wolfgang Schäfer, Walter Teufert, Herbert Zimmermann, Marc Backes, Horst-Hasso Stephanides, Otwin Hild, Jürgen Dümer.
Obere Reihe v.l.: Karl Zeitz; Fritz Zeitz; Schäfer; Peter Schaback; Friedrich Zeitz; Wilhelm Kühn; Jakob Langhans. mittlere Reihe v.l.: Karl Menningen; Johannes Busch; Otto Reinhardt; Wilhelm Freund; Unbekannt; Friedrich Schaback; August Menningen. untere Reihe v.l. (sitzend): Hermann Mendel; Christian Alsdorf; Lehrer Klein (Dirigent); Johannes Ecker; Friedrich Melsbach. Fotos: privat
