Allgemeine Berichte | 18.07.2016

Männerprojektchor KLANGWERK im Liederkranz Andernach

Männerprojektchor beendet erfolgreiche Arbeitsphase

Ab Freitag, 2. September neues Projekt unter dem Thema „Von Burgen, Rittern, edlen Jungfrauen und dem Vater Rhein“.

Männerprojektchor KLANGWERK in der Krufter Pfarrkirche.privat

Mayen. Seit Mai 2015 hatten sich die etwa 50 Männer des „Männerprojektchores KLANGWERK im Liederkranz Andernach“ mit anspruchsvoller geistlicher Musik aus mehreren Jahrhunderten beschäftigt. Im Frühsommer 2016 führten sie die Werke insgesamt dreimal auf. Den Anfang machte die Mitgestaltung eines sonntäglichen Hochamtes in der Abteikirche Maria Laach. Es war ein ergreifendes Erlebnis für die Sänger in dieser altehrwürdigen Kirche zu singen und die hervorragende Akustik zu spüren. Die Kirche war bis zum Ende des Hauptschiffes gefüllt. Zwei Goldhochzeitspärchen freuten sich über die unerwartete Ausgestaltung ihres Festes. Zur Vorbereitung der zwei Abschlusskonzerte trafen sich die Sänger mit ihrer Chorleiterin Barbara Nöst-Butz zu einem Chortag in Monreal. Es ist schon eine Tradition, dass der Chor einmal in jeder Arbeitsphase einen Ausflug an einen schönen Ort unternimmt um geselliges Beisammensein und Proben auf angenehme Art zu vereinen. Für das erste Abschlusskonzert in der Krufter Pfarrkirche hatte sich der Chor Verstärkung geholt. Der Frauenkammerchor SoprAlto, der auch unter der Leitung von Barbara Nöst-Butz steht, sang aus seinem Programm Marienlieder verschiedener Komponisten. Besonders begeisterten drei verschiedene Vertonungen des „Ave Maria“ von Arcadelt, Schubert und Kodaly sowie Teile aus dem „Stabat mater“ von Pergolesi. Die Solistinnen Andrea Seeberg und Christine Bongers bereicherten das Programm mit ihren schönen Stimmen. Ein Höhepunkt des Männerchor-Programmes war das „Ave Maria“ von Franz Biebl, das durch die Teilung des Chores in 3-stimmigen kleinen Chor und großen Chor 7-stimmig wird. Es ist zu Recht eines der anerkanntesten Werke für diese Chorgattung. Der Männerchor zeigte sein Können auch bei der selten aufgeführten Alt-Rhapsodie von Brahms, in der ein sehr anspruchsvolles Alt-Solo mit dem Chorklang begleitet wird. Die bekannte Mendiger Mezzo-Sopranistin Anita Reuter und der Pianist Hanns-Jürgen Eimer wurden dem schwierigen Werk ganz und gar gerecht. Zum Schluss erklang die „Landerkennung“ von Grieg mit dem gefühlvollen Bariton-Solo von Bernhard Weinand. Das zahlreiche Publikum genoss sichtlich den reizvollen Wechsel zwischen den hellen Frauenstimmen und dem kernigen Männerchorklang und sparte nicht mit Beifall. Der Zufall wollte es, dass der Geelener Männerchor „Mignon“ aus den Niederlanden einen Konzertpartner in Andernach suchte. Er wird geleitet von Sonja Feenstra. Die Männerchöre trafen sich in St-Albert zu einem Benefizkonzert für die Michaelskapelle. Beide Chöre konnten das Publikum mit einem abwechslungsreichen Programm überzeugen. Am Schluss des Konzertes standen 90 Männer auf der Bühne und sangen zusammen unter der Leitung von Barbara Nöst-Butz „Im Abendrot“ von Schubert und die „Landerkennung“. Das war ein besonderes Klangerlebnis. Der Verein konnte sich über mehr als 800 Euro Spenden freuen. Der holländische Chor lud die Sänger nach dem Konzert auf ihr Schiff ein und alle verbrachten einige schöne Stunden miteinander. Das war ein besonderer Abschluss dieser Arbeitsphase, die allen in guter Erinnerung bleiben wird.

Vorschau

Am Freitag, 2. September geht es um 18 Uhr im Altenzentrum St.-Stephan auf der Südhöhe wieder los. Das neue Thema heißt „Von Burgen, Rittern, edlen Jungfrauen und dem Vater Rhein“. Es geht um Minne, mittelalterliche Gebräuche und die Rheinromantik des 19. Jahrhunderts. Alle singbegeisterten Männer aus der Region sind dazu eingeladen.

Kontakt: Liederkranz Andernach, Wolfgang Boeck: maennerchor@liederkranz-andernach.de.

Der Frauenkammerchor SoprAlto unter Leitung von Barbara Nöst-Butz.

Der Frauenkammerchor SoprAlto unter Leitung von Barbara Nöst-Butz.

Männerprojektchor KLANGWERK in der Krufter Pfarrkirche.Fotos: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0366#
Titel
Peter und Paul Kirmes
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606 - -RhS_BA KW25
Anzeige Musikalische Soiree
Empfohlene Artikel
Die vulkanische Geschichte der Eifel lässt sich im Lava-Dome spielerisch entdecken. Foto: Dominik Ketz
32

Wer glaubt, Vulkane gäbe es nur auf Island oder in Italien, hat die Rechnung ohne die Eifel gemacht. Im Lava-Dome in Mendig wird schnell klar: Auch hier ging es einst verdammt heiß her! Das Deutsche Vulkanmuseum entführt seine Besucher auf 700 Quadratmetern und zwei Etagen in eine Welt voller Feuer, Lava und spannender Erdgeschichte. Klingt staubtrocken? Von wegen! 700 Quadratmetern und zwei Etagen in eine Welt voller Feuer, Lava und spannender Erdgeschichte.

Weiterlesen

In der ehemaligen Ahrweiler Synagoge diskutierten (von links) Nick Falkner, Ulrich van Bebber, Susanne Bell und Dr. Martin Wein.
202

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wie hat die Flut den Zusammenhalt im Ahrtal verändert. Welche Konflikte bestehen noch? Wo trägt bürgerschaftliches Engagement weiterhin? Wo brauchen Menschen, Vereine und Kommunen mehr Unterstützung? Und was muss Politik aus dieser Katastrophe lernen, damit Warnketten funktionieren, Zuständigkeiten klar sind und der Staat im Krisenfall schneller handeln kann?

Weiterlesen

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 11
71

Jede Woche präsentieren wir Euch einen neuen Schnappschuss aus dem BLICK aktuell-Land. Die Bilder zeigen bekannte Orte, besondere Details oder überraschende Perspektiven aus der Region – doch nicht immer ist auf den ersten Blick erkennbar, was genau zu sehen ist.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Gerade bei heißen Temperaturen können sich schnell Maden in der Biotonne bilden.
1934

Biotonne im Sommer pflegen

Biotonne bei Hitze: Maden vermeiden

Kreis Neuwied. In den Sommermonaten können sich im feuchtwarmen Klima der Biotonne schnell unerwünschte Organismen bilden. Die Abfallwirtschaft des Landkreises Neuwied fährt in den Sommermonaten eine wöchentliche Leerung der Biotonne, die das Problem deutlich reduziert. Sie gibt praktische Tipps, was Anwohner darüber hinaus tun können, um unerwünschter Organik vorzubeugen.

Von Laura Tries aus Neuwied

Weiterlesen