Kreisimkerverband Neuwied
Magere Honigernte ist abgeschlossen
Kreis Neuwied. Ende Juli bis Anfang August ernten die Imkerinnen und Imker traditionsgemäß die Sommertracht, die ihre Honigbienen im Juni und Juli eingetragen haben. In diesem Jahr war das allerdings anders, denn die Ende Mai anstehende Frühjahrshonigernte fiel aufgrund des kalten und nassen Wetters komplett aus und so war die aktuelle Ernte die einzige des Jahres.
Und auch die war im Vergleich zu den Vorjahren sehr bescheiden. „Alle Insekten lieben einen trockenen und warmen Sommer – so, wie wir ihn in den letzten Jahren hatten“, erklärt der Neuwieder Kreisvorsitzende der Imkerschaft Uwe Hüngsberg. „Da sich das Wetter aber auch im Sommer nicht sonderlich gebessert hat, blieb das Ergebnis bei der eigentlich zweiten Jahresernte, dem Sommerhonig, leider deutlich hinter der erhofften Menge zurück.“ Der Sommertrachthonig besteht meist aus einem Gemisch von Blütenhonig und Honigtauhonig der Bäume und ist würziger und dunkler als der reine Blütenhonig aus dem Frühjahr. Eine Umfrage unter den Honigbienenhaltern im Kreis Neuwied ergab, dass im Schnitt nur 7 bis 10 kg Honig pro Bienenvolk geschleudert werden konnten. Das Wetter hat auch einen Einfluss auf den Wassergehalt des Honigs. Mit einem Refraktometer wird der Wassergehalt gemessen und es zeigte sich nur eine geringe Bandbreite der Werte im oberen Bereich. Die Deutsche Honigverordnung lässt maximal einen Wassergehalt von 20% zu. Dieser Wert wurde zwar nicht überschritten, aber einige Honige können die strengeren Richtlinien des Deutschen Imkerbunds D.I.B. nicht einhalten, der einen Maximalwert von nur 18% Wassergehalt zulässt und dürfen deshalb nicht im sogenannten Einheitsglas mit dem Gewährverschluss des D.I.B. vermarktet werden. „Ich selbst musste den Preis für meine 500-g-Gläser erhöhen, denn dieses arbeitsreiche Hobby soll zumindest keine roten Zahlen schreiben,“ fügte Hüngsberg bedauernd an.
Die Honigernte fiel in diesem Jahr sehr mager aus.
