Der Stadtmaibaum in Rheinbach ist wieder aufgestellt
Maiansingen in der Grundschule Bachstraße
Rheinbach. Nun ist er bis Juni wieder überall zu sehen, der Stadtmaibaum am Windmühlenturm. Auch in Rheinbach gehört das Maibaumaufstellen am Abend vor dem 1. Mai zum liebgewordenen Brauchtum, genauso wie das Maiansingen auf dem Schulhof der Grundschule in der Bachstraße und die jährliche Maikirmes. In diesem Jahr gab es eine Besonderheit, denn aller 4 Jahre, im Schaltjahr, findet ein Rollentausch beim Maibaumaufstellen statt. Dann stellen die Mädels ihren Liebsten als Gunst- oder Liebesbeweis einen Maibaum auf. Angesichts der Größe und des Gewichtes des Stadtmaibaums war es verständlich, dass hier besonders die männlichen Jugendlichen der Rheinbacher Feuerwehr „zum Einsatz“ kamen. Der Musikzug der Stadtsoldaten und der Spielmannszug 1902 stimmten die Kirmesbesucher und Gäste auf das Ereignis ein. Nach den zahlreichen Karnevalsauftritten der Musikzüge war die musikalische Begleitung des Maibaumaufstellens eine erste Probe. Bürgermeister Stefan Raetz bescheinigte ihnen eine gute Leistung. Mit Blaulicht und einem Trecker wurde der Maibaum dann auf den Prümer Wall, am Windmühlenturm, am vorbereiteten Platz schon mal „eingestielt“. Wehrführer Laurenz Kreuser überwachte persönlich das Aufstellen. Mit Seil und Winde wurde dann der Riesenmaibaum Meter für Meter mit Unterstützung der Feuerwehr in die Höhe gehievt. In der Runde der Zuschauer herrschte Stille, bis schließlich der Baum mit einem Ruck aufrecht in die Halterung rutschte. Dann brandete der Beifall auf und die Bürgerinnen und Bürger begrüßten ihren stolzen, mit rot-weißen Bändern geschmückten Maibaum. Die meisten Besucher gingen dann über die Maikirmes und genossen ein „lecker Bierchen“ oder eine knusprige Bratwurst. Die Mainacht war ruhig und entspannt. Ob es daran lag, dass in diesem Jahr die Mädels den Maibaum aufstellten oder am kalten Wetter, bleibt offen. STS
Musikalisch wurde das Aufstellen des Maibaums auch vom Spielmannszug 1902 begleitet.
