Maibaumaufstellung an der St. Petrus-Kirche
„Maibaum für de Dür jestellt“
Lüftelberg. Manches dörfliche Brauchtum ist im Laufe der Zeit verschwunden. Doch das Maibaumaufstellen in vielen ländlich geprägten Städten und Ortsteilen, erlebt in den vergangenen Jahren eine regelrechte Renaissance. Der Vorstand der Lüftelberger Dorfgemeinschaft lud dann auch zum Baubaumaufstellen ein. Mit Muskelkraft und hölzernen Stangen, Leitern, Sägen und Seilen, wurde von den Frauen und Männer der Lüftelberger Freiwilligen Feuerwehr, unter dem Kommando von Manfred Schmitz, einem erfahrenen Maibaukommandoführer, der stattliche, buntgeschmückte Maibaum an der St. Petrus-Kirche aufgestellt. Danach startet ein kleines Rahmenprogramm, dass der Zweite Vorsitzende, Dr. Peter Marienfeld und seine Frau Carmen vom Vorstand der Lüftelberger Dorfgemeinschaft, zusammengestellt hatten. Zunächst stimmten die Sänger und Sägerinnen des Gesangvereins 1865 e.V. Lüftelberg, unter Chorleiter Engelbert Hennes den Maiabend mit fröhlichen Liedern auf den Frühling ein. Gemeinsam mit den Zuhörern, darunter Ortsvorsteher Siegfried Schwaner, wurde mit Mailiedern der Wonnemonat begrüßt. Schwaner, dem rheinischen Brauchtum besonders am Herzlich liegt, freute sich, dass der Chor auch ein Lied in rheinischer Mundart vortrug. Eine Strophe geht so: „Hey loss jon, endlich es et su wick, schlofe dun mir hück nit“. An anderer Stelle heißt es: „Und dat Mätsche, dat dir jot jefällt, kritt ne Maibaum für de Dür jestellt“. Bei Maibowle, und doppelt belegten Wurst- und Käsebrötchen, klang der harmonische Abend aus. Peter Marienfeld verabschiedete die zahlreichen Besucher mit guten Wünschen auf baldiges, gesundes Wiedersehen, spätestens beim Dorfflohmarkt im Herbst und beim Maisingen im nächsten Jahr.
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