Magma-Hitze köstlich nutzen: Wenn die Erde bebt, wird der Ofen heiß!
Maria Laach: Erste „Erdbeben-Pizzeria“ in Planung
Maria Laach. Rund um den Laacher See könnte künftig die Energie kleiner Erdbeben genutzt werden – zumindest wenn es nach einem neuen Projektvorschlag aus der Region geht. Ziel ist es, seismische Aktivitäten technisch zu verwerten und in nutzbare Energie umzuwandeln.
Kern des Konzepts ist ein System, das selbst geringe Erschütterungen registriert und in elektrische Energie überträgt. Dafür sollen spezielle Mini-Generatoren im Boden installiert werden, die auf Bewegungen reagieren und die gewonnene Energie in ein lokales Versorgungsnetz einspeisen.
Als mögliches Pilotprojekt ist eine Pizzeria vorgesehen. Die Idee dahinter: Die durch seismische Aktivität erzeugte Energie wird direkt für den Betrieb der Öfen genutzt. Auf diese Weise ließe sich ein Teil des Energiebedarfs lokal und unabhängig decken.
Die Region rund um Maria Laach ist seit Längerem für leichte seismische Aktivitäten bekannt. Fachleute betonen jedoch, dass es sich dabei um natürliche Prozesse ohne akute Gefährdung handelt. Die kontinuierliche Überwachung der geologischen Lage bleibt davon unberührt.
Ob und in welcher Form ein solches Energiekonzept umgesetzt werden kann, ist derzeit noch offen. Klar ist jedoch, dass innovative Ansätze zur Nutzung regionaler Ressourcen zunehmend in den Fokus rücken.
Die ersten Pizzen werden gerade probegebacken. Der eigens aus Neapel eingeflogene Pizza-Meister Vesuvio Terremoto wird heute, am 1. April ab 18 kostenlose Pizza in Maria Laach verteilen. Terremoto kredenzt eine eigens entworfene Pizzakreation mit Felchen aus dem Laacher See, abgeschmeckt mit Sauerampfer der umliegenden Felder.
