Einziges staatliches Gymnasium in neun Jahren mit optionaler Ganztagsschule im Einzugsgebiet

Marion-Dönhoff-Gymnasium Lahnstein wechselt die Schulform

21.11.2016 - 10:39

Lahnstein. Ende August 2016 stellte der Schulträger den Antrag auf Wechsel der Schulform von G8GTS zu einem Gymnasium in neun Jahren mit optionalem Ganztagsangebot, nachdem alle Gremien sich einstimmig für diesen Wechsel ausgesprochen hatten.

Während vor acht Jahren sich alle Gremien für die Einrichtung eines Gymnasiums, welches in acht Jahren zum Abitur führt, mit verpflichtender Ganztagsschule ab der Klasse sieben aussprachen, zeigte sich in den letzten Jahren, dass die Eltern keine verpflichtende Ganztagsschule wünschen. Sie möchten entscheiden können, ob ihr Kind die Halbtagsschule oder die Ganztagsschule während der gesamten Schulzeit besuchen soll. Gleichzeitig wurde in den letzten Jahren deutlich, dass jedoch ein neunjähriges Gymnasium mit einem optionalen Ganztagszweig gewünscht wird. Kein staatliches Gymnasium in der Umgebung bietet dies an. Und die Eltern äußerten klar den Wunsch, eine entsprechende Schule am Standort Lahnstein vorfinden zu können. Das Ministerium hat nun dem Wechsel der Schulform zugestimmt.

„Ich freue mich, als Schulträger nun den Kindern und Jugendlichen sowie deren Eltern ein staatliches Gymnasium mit Ganztagsschule in Angebotsform anbieten zu können, in dem man in neun Jahren zum Abitur geführt wird“, so Landrat Frank Puchtler. „Damit hat das Marion-Dönhoff-Gymnasium ein Alleinstellungsmerkmal in unserer Region. Sicherlich wird dies gut angenommen werden, denn zahlreiche Anfragen liegen bereits vor.“

Während somit der letzte Jahrgang des ehemaligen G9 und der erste Jahrgang des G8GTS-Systems im Schuljahr 2016/17 ihr Abitur machen werden, wird das Marion-Dönhoff-Gymnasium im Februar 2017 die ersten Anmeldung für die neuen 5. Klassen im Schuljahr 2017/18 an einem Gymnasium, welches in neun Jahren zum Abitur führt und die Möglichkeit der Teilnahme am Ganztag anbieten, entgegen nehmen.

Die Eltern der neuen Schüler und Schülerinnen werden zukünftig jährlich entscheiden können, ob ihr Kind die Halbtagsschule oder die Ganztagsschule besuchen soll.

„In der Ganztagsschule werden wir unsere Erfahrungen und Kompetenzen, die wir in den letzten acht Jahren im Ganztagsschulbereich sammeln konnten, wirksam einbringen können. Das ist ein Pfund, mit dem wir wuchern können“, sagt Schulleiterin Christa Keßler. Weiterhin wird es im Ganztagsschulbereich Lernzeiten, Förderunterrichte und vielfältige Arbeitsgemeinschaften geben.

Der Halbtagsbereich wird wie an jedem anderen Gymnasium im Vormittag gestaltet. Zusätzliche Arbeitsgemeinschaften können gewählt werden.

Auch Schüler und Schülerinnen des Halbtagsbereiches werden selbstverständlich das Angebot der Mensa in Anspruch nehmen können. Ein Kind kann also den Halbtagsbereich besuchen, am gemeinsamen Essen teilnehmen und anschließend den Nachmittag individuell gestalten.

Für die jetzt bestehenden Klassen wird das G8GTS-System normal weitergeführt werden.

Erste Informationen zu der neuen Schulform werden am Tag der offenen Tür, am 19. November, und bei der Informationsveranstaltung für die neuen 5. Klassen am 1. Dezember gegeben werden, zu denen die Schulgemeinschaft alle Interessierten schon jetzt einlädt.

Pressemitteilung

des Rhein-Lahn-Kreises

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