Allgemeine Berichte | 30.12.2016, 14:13 Uhr

Film ab in der ehemaligen Synagoge am 14. und 28. Januar 2017

Maritta Heinzen schaut auch vorbei

2007 stellten die Filmemacher Wolfgang Arends (links und Jürgen Druecke erstmals „Ahrweiler - Der Film“ vor. HG
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Ahrweiler. Zu zwei vergnüglichen Filmabenden in der ehemaligen Synagoge in der Altenbaustraße 12a laden die Goethe-11-Studios ein. Dahinter steht der Filmemacher Wolfgang Arends. Er rückt aber nicht mit „Kaiserrausch“, seinen jüngsten laufenden Bildern über den Besuch Kaiser Wilhelms II. 1911 im Ahrtal heraus. Denn obschon der Dreh im Kasten ist, muss er noch den nötigen Schnitt und Feinschliff verpasst bekommen, was dauern wird. Film ab heißt es indessen zunächst am Samstag, 14. Januar, ab 19 Uhr, für zwei Filme über Ahrweiler. Die erste Vorführung gilt einem Streifen, der vielen unbekannt sein dürfte: „Ahrweiler - Mittelalterliches Kleinod an der Ahr“, ein 22-minütiger Werbefilm aus dem Jahr 1962 von Werner Kastor, Willi Helfmann und Wolfgang Segschneider mit Maritta Heinzen als Ahrweiler Weinkönigin 1962. Und sie, die 1963/1964 auch Deutsche Weinkönigin war, hat für den Abend ihre Anwesenheit zugesagt.

Im Anschluss kommt „Ahrweiler - Der Film“, eine Produktion von Wolfgang Arends und Jürgen Druecke, erstmals gezeigt 2007, erneut zum Zug. Der erste Teil behandelt Bräuche und Traditionen wie Schützen, Weinanbau und Weinfest, Döppekoche, Kökjessupp, Mai- und Martinsbräuche. Im ebenfalls rund 40-minütigen Teil zwei werden historische Momente in kurzen Spielszenen gezeigt. Franken, Römer und Schweden kommen vor, Pest, Hexenwahn, Stadtbrand, die Entdeckung der Apollinaris-Quelle, Bauernhochzeit, der Zweite Weltkrieg, die Wiedervereinigung und vieles mehr.

„Da ist alles drin“

Der kurz nach den Dreharbeiten verstorbene älteste Bürger der Stadt, Willi Schmidt, sagt im Film: „Wer Ahrweiler kennt, muss diese Stadt lieben.“ Als Wilbert Herschbach, Vorsitzender des Heimatvereins „Alt-Ahrweiler“, den Film sah, urteilte er anerkennend: „Da ist alles drin.“

Um eine Liebesgeschichte 1945 im Bombenhagel über Berlin geht es dagegen am Samstag, 28. Januar, 20 Uhr, in der ehemaligen Synagoge, wenn die Ahrweiler Filmemacher Wolfgang Arends und Jürgen Druecke den Goethe-11-Studios ihren Spielfilm „Berlin“ zeigen. Ein Kabarett-Besitzer trifft seine Jugendliebe wieder, die mittlerweile mit einem reichen Industriellen verheiratet ist. Ein Professor verliebt sich unglücklich in eine Sängerin. Der Film, in dem Elemente aus den Klassikern „Der blaue Engel“, „Cabaret“ und „Casablanca“ verwendet wurden, entstand 2007 in einjähriger Arbeit mit vielen Darstellern und großem Aufwand, zum Beispiel mit der Ju 52 aus dem Stalingrad-Film und Stauffenberg-Film. „Berlin“, von den Machern „als eine persönliche Herzensangelegenheit“ gefilmt und mit vielen skurrilen Elementen ausgestattet, will „nicht belehren, sondern unterhalten“, wie Arends erklärt. Ihre Uraufführung erlebte die Produktion in Christoph Noebels Remagener Galerie Artspace K2, wo die Gäste sie als Kunst feierten.

Der Eintritt ist zu beiden Filmabenden frei, um Spenden wird gebeten.

HG

Ähnlichkeiten mit dem Klassiker „Casablanca“ sind im Spielfilm „Berlin“ kein Zufall. Wolfgang Arends

Ähnlichkeiten mit dem Klassiker „Casablanca“ sind im Spielfilm „Berlin“ kein Zufall. Foto: Wolfgang Arends

2007 stellten die Filmemacher Wolfgang Arends (links und Jürgen Druecke erstmals „Ahrweiler - Der Film“ vor. Foto: HG

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