Allgemeine Berichte | 08.11.2017

Gelungenes Fest nach erstem Jahr Pössemer Treff

Martinszug in Werthoven zog durch geschmückte Straßen

Stimmungsvolle Lichter erleuchteten das Dorf

St. Martin alias Stephan Cormann ritt in Werthoven dem Zug voran.CEW

Wachtberg-Werthoven. Wie ein Magnet zog der Martinszug in Werthoven Kinder, Familien und Besucher in den Ort am Fuße der Wachtberger Kugel. Wer nicht gut zu Fuß oder nicht rechtzeitig Zuhause war, um von Anfang an am Zug teilzunehmen, der gesellte sich auf der Strecke durch das Dorf zu der singenden Gemeinschaft. Stephan Cormann führte als St. Martin in diesem Jahr die etwa 250 Teilnehmer an, die quer durch den Ort zogen. Wie ein Lichtermeer erleuchteten vielfältige Laternen nicht nur den Zug, sondern auch die Gärten, Zäune, Mauern und Häuser, an denen man entlangzog.

Das Bengener Fanfaren- und Tambourcorps spielte für die Sänger mit den Laternen die Melodien zu den Martinsliedern. Für die Beleuchtung mit Fackeln und die Absicherung des Zuges sorgte zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr die Jugendfeuerwehr aus Berkum.

Am Pössemer Treff fanden alle schließlich das große Martinsfeuer, das Matthias Kläser und Jens Pholmann bereits am Morgen in Gemeinschaftsarbeit aufgebaut hatten. Mehr als sieben stattliche Meter hoch hatte man das Holz aufgetürmt. So standen am Schluss des Zuges Groß und Klein fasziniert vor dem riesigen Feuer, das manche kalte Nase an diesem ersten Novemberwochenende wärmte. Mehr Wärme, gutes Essen und Getränke gab es gleich nebenan im Treff. Erst im letzten Jahr, seinerzeit einen Tag vor Sankt Martin, hatte der Bau seine Abnahme erhalten und dient seither als Mittelpunkt der dörflichen Gemeinschaftsaktivitäten und Feste. So fühlte man sich auch nun im Saal und vor dem Treff bei Erbsensuppe, Mett- und Siedewürstchen sowie Glühwein, Kinderpunsch, Wasser und Bier sichtlich wohl, sodass man noch bis zum späten Abend gemeinsam feierte.

Die Tradition des Martinszugs sei in Werthoven bis mindestens 1930 nachgewiesen, berichtete Hans-Joachim Duch vom Bürgerverein. Früher hatte die Freiwillige Feuerwehr den Zug organisiert, heute übernehmen dies die Tatkräftigen vom Bürgerverein. Als Höhepunkt winkt nach dem Zug und dem Essen die Martinsverlosung. Von den 450 Preisen, die zur Verlosung bereitstanden, hatte man rund 400 bereits im Vorfeld ausgelost. Die letzten 50 Preise jedoch fanden ihre Gewinner erst an diesem Abend. Es winkten praktische Helfer wie Klappkisten, Leckeres wie selbst gemachte Marmeladen und Gelees, Gänse, gut gefüllte Obst- und Kartoffelsäcke ebenso wie gespendeter Grafschafter, Honig vom Werthovener Imker und vieles mehr.

St. Martin alias Stephan Cormann ritt in Werthoven dem Zug voran. Foto: CEW Foto: Chris Weber

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