Pfarrei St. Johannes der Täufer und St. Paul Kumasi in Ghana
Meckenheim feiert 30 Jahre Partnerschaft Ghana
Pfarrer John Otoku zu Gast in der Apfelstadt
Meckenheim. Mit einem festlichen Hochamt feierten die Katholiken in Meckenheim das 30-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen der Pfarrei St. Johannes der Täufer und St. Paul Kumasi in Ghana. Was im Jahre 1986 begonnen wurde, hat längst zu einem regen Besuchsaustausch zwischen Meckenheim und Ghana beigetragen und kann als Vorbild für gelebte Partnerschaft betrachtet werden. So war auch die Freude bei Pfarrer Dr. Reinhold Malcherek sehr groß, dass er seinen Kollegen John Otoku mit einer kleinen Delegation begrüßen konnte.
Der Gottesdienst wurde auch vom Kinduku-Chor aus Köln unterstützt und war dann in weiten Teilen dreisprachig, denn die normale Liturgie gab es auf Deutsch, die Gesänge waren in der afrikanischen Landessprache gehalten und die Lesung wurde ins Englische übersetzt. Hier wurde Weltkirche erlebbar. Pfarrer Dr. Reinhold Malcherek dankte in seiner Predigt auch den Initiatoren vor 30 Jahren, denn in diesem Zeitraum hat sich viel getan. Zahlreiche Projekte, vor allem im Bildungsbereich, wurden ins Leben gerufen und unterstützt, immer getreu der Devise von Erzbischof Peter K. Sarpong aus Kumasi, der einmal gesagt hat „Der Schulweg ist der Weg aus der Armut.“
EinGeschenk gab es auch: Eine Skulptur, die zwei Menschen darstellt, welche mit einem Herz geeint sind. Dies trifft auch auf die beiden Gemeinden zu, die zwar weit voneinander entfernt sind, jedoch gemeinsam beten und arbeiten und in Jesus Christus das alles verbindende Element haben. Die Kollekte des Tages war dann auch für die Bildungsarbeit in Kumasi bestimmt.Bereits vor einiger Zeit hat man im Pfarrgarten einen Gemeinschaftsbaum angepflanzt, der die Verbundenheit mit der Partnergemeinde symbolisieren soll. Nach dem Gottesdienst legten dort Kinder der Kindertagesstätte „Zur Glocke“ verschiedene bunte Steine nieder mit Aufschriften wie „Freundschaft“, „Zuversicht“, „Liebe“, „Tanz“, „Musik“ oder „Freude“. Anschließend wurde gemeinsam um den Baum getanzt und dieser gesegnet. Gesungen wurde viel an diesem Tag und so hieß es dann auch im Schlusssegen in der Übersetzung: „Gott segne Afrika! Lass seinen Ruhm wiederhallen! Höre unser Gebet! Gott segne uns, deine Kinder!“ Dies alles wurde sehr rhythmisch und fröhlich vorgetragen und Pfarrer John Otoku nutzte im Anschluss die Gelegenheit, im Pfarrheim einmal darzulegen, was mit den Geldern aus Meckenheim geschieht, aber auch, was die Probleme in der Partnerpfarrei sind und wie das Leben dort vor Ort aussieht. Der Partnerschaftsausschuss für Ghana ist dabei in Meckenheim stets präsent, um für den Austausch zu werben und vor allem auch für die Kulinarik des westafrikanischen Landes. So endete auch dieser Sonntag mit einem gemeinsamen Mittagessen, und zwar mit Spezialitäten aus Ghana. STF
