Ausverkauftes kölsches Weihnachtsprogramm zugunsten der Bürgerstifung
„Medde us dem Levve“ begeisterte Meckenheim
Meckenheim. Groß war die Freude bei den Verantwortlichen der Meckenheimer Bürgerstiftung am vergangenen Sonntag. Konnte man sich doch über eine restlos ausverkaufte Schützenhalle freuen und über hohe Einnahmen für den guten Zweck. Schon im Vorverkauf waren fast alle Karten bestellt worden, doch wer an der Abendkasse sein Glück versuchte, der kam auch rein. Kurzerhand griff Bert Spilles zur Sackkarre und platzierte die notwendigen Stühle, sodass niemand stehen musste.
Dass das Programm einen derartigen Zuspruch erfährt, liegt natürlich auch an dem Ensemble selber, welches mit leichten Variationen seit nunmehr 13 Jahren stets Besinnliches und Heiteres miteinander verknüpft. Schließlich liegt Weihnachten ja mitten in der Session. Und den Titel des Programmes „Et rüsch noh Schnei“, den hatte Petrus pünktlich am Sonntagvormittag erhört.
Den Auftakt machten in diesem Jahr Elfi Steickmann und Wolfgang Nagel als Ehepaar Kolvenbach, welches das Publikum als verehrte Christstollenendverbraucher begrüßte und darauf hinwies, dass Beerdigungen auch im Advent in Köln kein Problem sind. Denn die beiden sind professionelle Beerdigungsgänger. Mit einem gebrauchten Kranz geht es auf den Friedhof und anschließend dann hoffentlich auch zum „Fell versaufen“ oder, wie man in unserer Region sagt, zum Leichenschmaus. Und auf Friedhöfen gibt es ja auch so viel zu erleben und entdecken, so zum Beispiel den neuesten Trend bei Grabsteinen. Da heißt es dann „Beim Rauchen erfroren“ oder „Ich warte auf Dich“, was ja schon fast wieder etwas romantisches an sich hat. Aber man braucht mitunter natürlich auch eine Ruhepause von den ganzen Beerdigungen, da empfiehlt es sich dann, sich weiterzubilden. Wie wäre es mit einer Flusskreuzfahrt auf der MS Voltaren? Von Köln nach Andernach und zurück, mit Landgängen zu Pflegestationen und in das Andernacher Urnenmuseum. In ihrem Solopart ging es anschließend mit Elfi Steickmann in die Welt der Gerüche, welche bei allen Menschen mehr oder minder starke Gefühle auslösen. So erinnerte sie an den Duft von frisch gemahlenem Kaffee, der sich mit nichts vergleichen lässt, schon gar nicht mit modernen Vollautomaten, oder auch an das Linoleum in der Schule. Vor allem aber an den frisch und kräftig angebratenen Rinderbraten, wo die Zwiebel fast schwarz wurde und nachher trotzdem nichts verbrannt schmeckte. Gut, es gab auch den Ausflug aufs Land, wo der Misthaufen nicht zu überriechen war.
Aber die Weihnachtszeit ist auch die Zeit der Erkältungen und der Erklärungen, so ist Männerschnupfen tatsächlich wissenschaftlich nachgewiesen und um die Weihnachtszeit eher hinderlich. Geschenke von IKEA haben auch so ihre Tücken, wenn man darüber nachdenkt, denn jedes zehnte Kind in Deutschland wird in einem Bett von Ikea gezeugt, und bei jedem achten Kind fehlt eine Schraube. Doch irgendwann ist alles gesagt, gebrutzelt und vorbereitet, und dann kommt der Heilige Abend, und die Familie sitzt unter dem Weihnachtsbaum, der Papa mit der Flasche in der Hand, und bevor beschert wird, muss gesungen werden, in diesem Falle „Ihr Kinderlein kommet“, immer schräger und immer fröhlicher. Sogar bis in die Christmette schafft man es, und auch dort wird gesungen und jubiliert. Sehr zur Freude des Publikums, welches begeistert dem Ensemble auf der Bühne applaudiert.
Und ja, zum Schluss wird es wieder makaber, denn da geht es auf den Friedhof, alle zusammen auf der Bühne, und dann wird der große Hit des Ensembles gesungen: „Der letzte Wagen ist immer ein Kombi, und Du liegst hinten in der Kiste“. Der Song ist irgendwie zum Erkennungszeichen der Gruppe geworden, und am Ende freuten sich dann alle auf das Jahr 2019, auf den dritten Advent, wenn es weihnachtlich, besinnlich und kölsch wieder „Medde us dem Levve“ in Meckenheim geben wird. STF
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