Allgemeine Berichte | 11.07.2016

Grundsteinlegung auf dem Campus Rheinbach der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Mehr Raum für Lehre, Forschung und Wissenstransfer

Land Nordrhein-Westfalen investiert insgesamt sitzen 30 Millionen Euro in die Neubauten an den Standorten Rheinbach und Sankt Augustin

So soll der Erweiterungsbau in nur 14 Monaten aussehen - mit Dachterrasse und schönen Aufenthaltsräumen.

Rheinbach. „Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg ist 20 Jahre nach ihrer Gründung weiterhin auf Wachstumskurs“, freute sich Hochschulpräsident Professor Dr. Hartmut Ihne gestern Nachmittag bei der Grundsteinlegung für den mittlerweile zweiten Erweiterungsbau am Campus Rheinbach. „Damit legen wir den nächsten Meilenstein dafür, dass wir im nächsten Jahr Lehre, Forschung und Wissenstransfer bei uns mehr Raum geben können.“

Gut zwei Monate nach dem Spatenstich für den Erweiterungsbau am Campus Sankt Augustin soll damit die Hochschule endgültig fit für die Zukunft gemacht werden.

Insgesamt investiert das Land Nordrhein-Westfalen rund 36 Millionen Euro in die Neubauten an den beiden Standorten Sankt Augustin und Rheinbach. Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) freute sich besonders darüber, dass die Hochschule ihrerseits ein Drittel davon als Eigenbeitrag übernehmen wolle.

„Das ist ebenso ungewöhnlich wie erfreulich.“ Aus den anfangs geplanten 2500 Studierenden seien inzwischen mehr als 8000 geworden, wies die Ministerin auf den großen Erfolg der Hochschule hin. Dank praxisnaher Lehre und anwendungsorientierter Forschung werde hier jungen Menschen eine sehr gute Perspektive eröffnet. Die notwendig gewordenen Erweiterungsbauten an beiden Campusstandorten seien das sichtbare Zeichen dieser positiven Entwicklung. Durch die Investitionen des Landes könne die Infrastruktur ausgebaut und so anwendungsorientierte Forschung und gute Lehre weiterentwickelt werden.

Für Forschungslabore und gemeinschaftliche Vorhaben

Allein in Rheinbach werden rund 11 Millionen Euro für einen aus zwei Teilen bestehenden zweigeschossigen Baukörper ausgegeben, der vor allem für Forschungslabore der Naturwissenschaften, für den Fachbereich Wirtschaftswissenschaften sowie für gemeinschaftliche Vorhaben von Hochschule und Industrie genutzt werden soll. Als Verbindungselement dient ein dreigeschossiger Baukörper, der sich in seiner Formsprache harmonisch in das Gesamtbild des Campus einfügen werde, so Architekt Klaus Allnoch (Köln).

„Gute Wissenschaft braucht gute Räume“, bestätigte Hochschulpräsident Ihne. Er sei sicher, dass aus dem Neubau zukünftig viele wissenschaftliche Innovationen entspringen sowie neue Entwicklungsimpulse für die Region gegeben würden. Der neue „Science Campus“ werde Wissenschaft und Wirtschaft in lebendiger Form zusammenbringen. Schon im August 2017 soll der Erweiterungsbau mit einer Nutzfläche von knapp 2500 Quadratmetern in Betrieb genommen werden, hofft er.

Aufenthaltsqualität und Nachhaltigkeit im Fokus

Bei der Umsetzung stünden Aufenthaltsqualität und Nachhaltigkeit im Fokus, so Ihne weiter. Aus diesem Grund baue die Hochschule, die übrigens als Bauherr auftritt, nach den Standards des Bewertungssystems „Nachhaltiges Bauen“ in der Kategorie Silber. „Die Kategorie Gold war der Landesregierung zu teuer“, schmunzelte der Hochschulpräsident. Darüber hinaus sei es den Architekten erfreulicherweise ohne Mehraufwand gelungen, mit einer Dachterrasse den vielfach geäußerten Wünschen von Hochschulbeschäftigen nachzukommen. Karl-Peter Arnold, Geschäftsführer des Generalsunternehmers Nesseler Bau (Aachen) versprach in seinem kurzen Grußwort, gut, schön und fristgerecht zu bauen und in 14 Monaten fertig zu sein.

Rheinbach Bürgermeister Stefan Raetz bezeichnete die Hochschule als „bedeutendes Vorzeigeprojekt des Bonn-Berlin-Ausgleichs“ und erkannte für die Stadt einen klaren Bedeutungszuwachs. „Mit der erneuten Erweiterung der Hochschule am Campus Rheinbach wird der Bildungsstandort Rheinbach weiter gestärkt.“ Erfreulicherweise hätten die Gründerväter vor 20 Jahren bereits in weiser Voraussicht die Fläche für eine mögliche Erweiterung freigehalten, womit der Studienstandort Rheinbach nun noch attraktiver werden. „Eine echte Investition in die Bildung, wovon wir sonst immer nur reden.“ Er erhoffe sich auch Impulse für die örtliche Wirtschaft. Landrat Sebastian Schuster (CDU) ging sogar noch einen Schritt weiter und sah die Erweiterung des Campus Rheinbach als Zeichen dafür, dass sich der ganze Rhein-Sieg-Kreis zu einer herausragenden Wissenschafts- und Bildungsregion entwickelt habe. „Der Strukturwandel nach dem Bonn-Berlin-Beschluss ist hier voll und ganz gelungen“.

Zylinderförmige Zeitkapsel eingelegt

Nachdem Pfarrer Gerald Jäger von der evangelischen Hochschulgemeinde Bonn den Grundstein eingesegnet und Polier Klaus Dassen das Prozedere der Grundsteinlegung erläutert hatte, legten Schulze, Ihne, Schuster und Raetz eine zylinderförmige „Zeitkapsel“ aus Metall in die dafür vorgesehene Öffnung im Grundstein. Darin enthalten sind eine Urkunde mit Angaben zum Objekt, der Jahresbericht 2015 der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, das Logo der Hochschule als Ansteck-Pin, die Hochschulzeitung „doppelpunkt:“ vom Sommersemester 2016, eine aktuelle Tageszeitung sowie die gängigen deutschen Euromünzen. Sehr zur Freude der zahlreichen Zuschauer mauerte Hochschulpräsident Ihne dabei gleich noch seinen Schuh mit ein, in dessen Nähten nun wohl für alle Zeiten kleine Betonreste an diesen denkwürdigen Tag erinnern. JOST

Den Grundstein für den Erweiterungsbau der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg auf dem Campus Rheinbach legten (2. von links) Hochschulpräsident Professor Dr. Hartmut Ihne, Bürgermeister Stefan Raetz, Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und Landrat Sebastian Schuster.-JOST-

Den Grundstein für den Erweiterungsbau der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg auf dem Campus Rheinbach legten (2. von links) Hochschulpräsident Professor Dr. Hartmut Ihne, Bürgermeister Stefan Raetz, Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und Landrat Sebastian Schuster.Fotos: -JOST-

In der Zeitkapsel werden Gegenstände eingemauert, die der Nachwelt Informationen über den Tag der Grundsteinlegung liefern sollen.

In der Zeitkapsel werden Gegenstände eingemauert, die der Nachwelt Informationen über den Tag der Grundsteinlegung liefern sollen. Foto: Volker Jost

So soll der Erweiterungsbau in nur 14 Monaten aussehen - mit Dachterrasse und schönen Aufenthaltsräumen.

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Hausmeister, bis auf Widerruf
Imageanzeige - Dauerauftrag
Imageanzeige Werbeplan 2026
Kleinanzeige Containerdienst
Stellenausschreibung Fahrer
Empfohlene Artikel
Präsente und vor allem Anerkennung zu 50 Jahren Musikfreunde Lantershofen, von links die Vorsitzende Johanna Schmidt, Bürgermeister Achim Juchem, die Gründungsmitglieder Manfred Sebastian und Heinz Bach sowie der 2. Vorsitzende Johannes Dengg.  Foto: DU
24

Lantershofen. Sie sind in Sachen Blasmusik extrem breit aufgestellt und haben von Rock- und Popsongs über Soundtracks bis hin zu klassischen Stücken, kölschem Liedgut und Volksliedern so ziemlich alles drauf und sind längst eine generationenübergreifende Formation von derzeit 70 Musikerinnen und Musikern, deren Wirken nicht nur in ihrem Heimatort lange nicht mehr wegzudenken ist: die Rede ist von...

Weiterlesen

Bizarre Lavaformation am Bausenberg.  Foto: Walter Müller
56

Niederzissen. Die meisten Menschen aus der Region kennen den Bausenberg nördlich von Niederzissen. Die charakteristische Hufeisenform des 339 m hohen Schlackenkegels zählt zweifellos zu den besterhaltenen der gesamten Eifel, wenn nicht sogar Deutschlands. Eine konkrete Vorstellung über das gewaltige Naturschauspiel, das sich vor rund 150.000 Jahren während der Vulkaneruption abspielte, haben jedoch die wenigsten Menschen aus dem Brohltal und dem Vinxtbachtal.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
1521

Astrologische Vorschau für die KW 34: Gesundheit, Liebe und Erfolg im Fokus bei den Sternzeichen

Sterne im Blick: Horoskop für die Woche 17. August bis 23. August 2026

Die Woche vom 17. bis 23. August bringt Bewegung in Herzensangelegenheiten, berufliche Vorhaben und die persönliche Balance. Während manche Sternzeichen spüren, dass sich eine lange vorbereitete Entscheidung endlich auszahlt, geraten andere mit Erwartungen, Zeitdruck oder unausgesprochenen Konflikten aneinander. Auch gesundheitlich zeigt sich, wo zu viel Energie verbraucht und zu wenig auf Erholung geachtet wurde.

Weiterlesen