Allgemeine Berichte | 25.01.2021

Wie die Singschule Koblenz durch die Corona-Pandemie kommt

„Mehr als Singen“

Gemeinsames Singen und Proben wird vermisst

Das kurze Zeitfenster, in dem Singen draußen möglich war, wurde von den Chören genutzt. Foto: privat

Koblenz. Dicht stehen sie nebeneinander und überblicken die vollbesetzen Reihen. Die Menschen in den Kirchenbänken sind erwartungsvoll und freuen sich darauf, die jungen Menschen singen zu hören – bis dieses Bild wieder zur Normalität gehört, das wird noch einige Zeit dauern. Doch die 150 Kinder und Jugendlichen der Singschule Koblenz an der Liebfrauenkirche sind trotz der herben Einschränkungen der Corona-Pandemie nicht untätig, genau wie das Team, das hinter ihnen steht. Allen voran der neue künstlerische Leiter Wolfram Hartleif.

Als „Lotse auf Abstand“ bezeichnet der Vorstandsvorsitzende Dr. Achim Tieftrunk den neuen Singschulleiter Wolfram Hartleif. „Es ist ihm zu verdanken, dass die Singschule in dieser schwierigen Zeit zusammengehalten und mit neuen Ideen und Projekten weitergemacht hat“, erklärt Tieftrunk. Das „Lied zum Sonntag“, kleine Konzerte, virtuelle oder analoge Proben im Freien, Musikvideos unter anderem für ein Benefizevent: Das haben die Verantwortlichen mit viel Elan auf die Beine gestellt. „Kurzum – was irgendwie ging, wurde irgendwie auch gemacht“, fasst Tieftrunk das Engagement zusammen.

„Doch wir sehnen uns vor allem nach den Gottesdiensten, die wir gerne miteinander im Gesang feiern“, räumt Tieftrunk ein. Auch Geselligkeit muss in diesen Zeiten anders gelebt werden. Daher gab es beispielsweise einen Fotowettbewerb, um in Kontakt zu bleiben. „Die Kinder und Jugendlichen sollten zeigen, dass Singen auch in Zeiten von Corona Spaß macht“, erklärt Tieftrunk. Den Mitgliedern ist die Freundschaft untereinander nämlich sehr wichtig. Die Singschule hat sich „Mehr als Singen“ als Slogan auf die Fahne geschrieben. Zum Gemeinschaftsgefühl trugen auch die Idee eines Einkaufsservice für ältere Menschen und weitere soziale Projekte bei.

„Wir vermissen aber vor allem das gemeinsame Proben und Singen“, erklärt Hartleif und erinnert sich an die leuchtenden Augen der kleinen Gruppen von Sängerinnen und Sängern, die die Weihnachtsgottesdienste musikalisch begleiten durften. „Für diese Momente gehen wir viele Kompromisse, wie Abstand halten, ein“.

„Wir hoffen, dass wir im Frühjahr wieder im Freien proben können“, schaut Hartleif nach vorn. Gerne würden sie Konzerte aus 2020 nachholen oder auch die geplante Chorfahrt nach Italien machen. Doch bei allem gilt: „Wir fahren auf Sicht“, sagt Hartleif. So lange finden die Proben weiterhin als Videokonferenz statt. Allerdings ist gleichzeitiges Singen in diesem Format technisch nicht möglich. „Das ist ein großes Manko, das wir und alle Chöre haben“, weiß Hartleif. Trotzdem hilft das digitale Format, damit die jungen Sängerinnen und Sänger ihre Kondition behalten. Ähnlich wie bei einem Sportler ist ein regelmäßiges Training wichtig. Den Verlust einer guten Stimme durch das Üben allein daheim muss aber niemand befürchten, versichert Hartleif. Das unterstützt auch die Stimmbildung an der Singschule. Und so sind die Musikerinnen und Musiker für analoge Veranstaltungen vorbereitet, die hoffentlich in den kommenden Monaten wieder möglich sein werden.

Die Singschule Koblenz an der Liebfrauenkirche ist ein gemeinnütziger Verein, der zurzeit aus fünf unterschiedlichen Chören besteht. Finanziert wird sie durch Mitgliederbeiträge, Chorpatenschaften, Spenden und Projektmittel; die Pfarrei Liebfrauen stellt Räume zur Verfügung. Das Bistum Trier finanziert die Stelle des künstlerischen Leiters. Weitere Infos gibt es auf www.singschule-koblenz.de

Pressemitteilung Bistum Trier

Das kurze Zeitfenster, in dem Singen draußen möglich war, wurde von den Chören genutzt. Foto: privat

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