Meckenheimer Feuerwehr präsentierte sich
Mehr als ein Verein, der Brände löscht
Meckenheim. Über ein mehr als volles Haus konnte sich der Chef der Löschgruppe Meckenheim, Thomas Rähse, am vergangenen Samstag freuen. Erstmals präsentierte die Feuerwehr den Tag der offenen Tür in einer neuen Form und war dazu vom Sonntag auf den Samstag ausgewichen. Wenn auch ein anderer Tag und anderes Konzept, der Inhalt blieb derselbe. Es geht darum, der Bevölkerung die Wehr zu präsentieren und Verständnis für die Aufgaben der Feuerwehr zu wecken und auch den Nachwuchs für die Arbeit bei den Floriansjüngern zu begeistern. Dass die Feuerwehren mehr können als nur Brände löschen, das haben viele Bewohner in Meckenheim und Umgebung in den vergangenen Wochen erfahren können, denn die Meckenheimer Wehr war infolge der Starkregenereignisse vor allem als Wasserwehr gefragt.
A61 war überflutet
Auch wenn Wachtberg und die Grafschaft die Hauptlast des Unwetters abbekamen, so waren die Meckenheimer Feuerwehrleute dringend als Entlastung notwendig und mussten unter anderem die überflutete A61 wieder freibekommen. Dies alles wird im Löschzug Meckenheim von 56 Männern und Frauen geleistet. Besonders erfreut sind alle aber über die 21 Jugendlichen, die derzeit in der Jugendwehr ihren Dienst tun. Die durften am Samstag ihr Erlerntes bereits zeigen.
Es galt, gemäß den Vorschriften der Feuerwehrordnung eine Löschwasserversorgung aufzubauen für drei C-Rohre. Da wurde mustergültig rapportiert und angetreten, das imaginäre Feuer hatte keine Chance. Mit viel Elan und Begeisterung waren die Jugendlichen unter den kritischen Blicken von Stadtwehrleiter Günter Wiegershaus und Bürgermeister Bert Spilles bei der Sache. Der Stadtchef nutzte denn auch die Gelegenheit, sich bei den Feuerwehrleuten für die geleistete Arbeit in den vergangenen Wochen zu bedanken und zeigte sich vor allem darüber sehr erfreut, dass viele Familien mit ihren Kindern den Weg zur Meckenheimer Wehr gefunden hatten. Dabei betonte Spilles, wie wichtig es sei, dass es einen engen Kontakt zwischen Wehr und Bevölkerung gebe und wie wichtig die Nachwuchsarbeit der Jugendfeuerwehr sei.
Fahrzeuge besichtigt
Information wurde da großgeschrieben, so konnten die einzelnen Fahrzeuge und ihre Ausstattung besichtigt werden, aber auch das Thema Gefahrenstoffe und deren Abwehr wurde an einem separaten Stand thematisiert. Bei so manchem Besucher wurden da Erinnerungen an den Chemie-Unterricht der Kindheit geweckt, als mittels kleiner Streifen einmal der PH-Wert von Flüssigkeiten gemessen wurde. Was hier spielerisch gezeigt wurde, ist im Ernstfall jedoch eine große Sache, wenn Gewässer infolge nicht korrekter Einleitungen sauer oder alkalisch werden.
Aber auch an die ganz kleinen Besucher war gedacht worden. So gab es nicht nur die obligatorische Hüpfburg, die gut frequentiert war, sondern auch zahlreiche Wasserspiele. Die Kinder fanden das mitunter zum Leidwesen ihrer Eltern ganz toll, denn Wasser gab es auch unregelmäßig von oben in viel zu großer Menge. Davon ließ sich aber niemand die Laune verderben. Vor allem die Kameraden in der Küche am Grill waren über diverse Abkühlungen recht dankbar. Leckere Steaks, Pommes und natürlich gepflegte Kaltgetränke ließen die Zeit im Flug vergehen.
Für Nachschub am Kuchenbuffet war auch gesorgt. Bürgermeister Spilles und Stadtwehrleiter Günter Wiegershaus freuten sich ganz besonders darüber, dass sie gemeinsam mit dem Ehrenbrandmeister des Rhein-Sieg-Kreises, Balthasar Schumacher, auf eine Tasse Kaffee zusammenkamen. Der Abend stand ganz im Zeichen des Dämmerschoppens sowie der gut besuchten Cocktail-Bar. Dazu gab es Musik der achtziger Jahre von der „REVIVAL-Band“ aus dem Ahrtal. STF
Antreten zur Befehlsausgabe und zur Erkundung der Lage.
Auf eine Tasse Kaffee mit dem Ehrenbrandmeister des Rhein-Sieg-Kreises, Balthasar Schumacher, trafen sich Bert Spilles und Günter Wiegershaus.
Viele Besucher verfolgten den Verlauf der Übung der Jugendwehr.
