Theaterpädagogische Werkstatt Osnabrück zu Gast in der GGS am Burgweiher
„Mein Körper gehört mir!“
Präventionsprogramm gegen sexuelle Gewalt
Swisttal-Buschhoven. Wie in den vergangenen Jahren, so war auch jetzt wieder die theaterpädagogische Werkstatt Osnabrück mit ihrem Präventionsprogramm „Mein Körper gehört mir!“ zu Gast in der GGS am Burgweiher in Swisttal-Buschhoven.
„Wenn wir ein Ja-Gefühl haben, können wir Ja sagen, wenn wir ein Nein-Gefühl haben, können wir Nein sagen. Wir können anderen sagen, wie wir uns fühlen, wenn wir berührt werden.“ Hände Abklatschen ist toll, und auch beim sanften Bürsten durch die Haare hat jeder ein positives Gefühl. Doch wenn der Nachbar einem beim Halten des Tennisschlägers an den Po fasst, löst dies ein Nein-Gefühl aus. Es gibt Berührungen, die wir nicht wollen. Davon und wie auf sie zu reagieren ist, handeln die Spiel- und Interaktionsszenen von „Mein Körper gehört mir!“. Seit 1994 ist die theaterpädagogische Werkstatt gGmbH (tpw) mit ihrem Präventionsprogramm gegen sexuelle Gewalt an den Schulen im Bundesgebiet zu Gast. Mittlerweile sind in Deutschland mehr als 70 Spielerpaare im mobilen Einsatz. Dort zeigen sie die interaktiven Spielszenen an drei Vormittagen für jeweils eine Schulstunde. In Buschhoven spielten Ben und Martine die interaktiven Szenen für die Kinder der 3. Schuljahre.
Thema kindgerecht dargestellt
Das Thema sexueller Missbrauch wird den Schülerinnen und Schülern kindgerecht nahe gebracht. Die einzelnen Teile des Programms widmen sich den Themen Ja- und Nein-Gefühle, sexueller Missbrauch durch Fremde und durch Täter aus dem Nahbereich der Kinder.
Trotz der ernsthaften Inhalte wird viel gelacht, gesungen und über die von den beiden Darstellern gespielten Szenen diskutiert. Den Kindern wird erklärt, was sexueller Missbrauch ist. Sie werden aufgefordert ihren Gefühlen zu trauen und sie erfahren, dass jeder das Recht hat, „Nein!“ zu sagen, wenn eine Berührung unangenehm ist oder wenn ein anderer die persönlichen Grenzen überschreitet. „Mein Körper gehört mir!“ wird regelmäßig in Kooperation mit Fachleuten inhaltlich und sprachlich überarbeitet, um den wandelnden Herausforderungen, denen Kinder sich gegenüber sehen, aktuell zu begegnen.
Unterstützung für ein selbstbestimmtes Leben
Wissen macht stark! Je besser Kinder informiert sind und ihre eigenen Wahrnehmungen und Gefühle einschätzen können, desto besser sind sie geschützt. Die tpw und ihre engagierten Spielerinnen und Spieler unterstützen mit den entwickelten Präventionsprogrammen Kinder auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben. Sie werden ermutigt, ihren Nein-Gefühlen zu vertrauen und anderen davon zu erzählen und sich Hilfe zu holen, wenn sie Hilfe benötigen. Es gibt Grenzen, die niemand überschreiten darf! Dies ist die eindeutige Botschaft, die die Kinder – ebenso wie die „Nummer gegen Kummer“ - mit nach Hause nehmen können.
Es ging um angenehme Gefühle / Berührungen ...
... und unangenehme - und wie jeder damit umgehen sollte.
