Allgemeine Berichte | 11.04.2024

Mein Körper gehört mir!

Zwei Theaterpädagogen präsentierten den Kindern der ersten beiden Klassen vertraute Szenen aus ihrem Alltag.  Foto: Sandra Bender

Ahrweiler. Im März erlebten die Kinder im Rahmen der schulischen Präventions-arbeit das Mitmachtheater „Die große Nein-Tonne“ wie auch das Stück „Mein Körper gehört mir“ der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück. Das Kollegium der Aloisiusschule Ahrweiler bedankt sich für die finanzielle Unterstützung bei der Realisierung des Projektes seitens der Kreissparkasse Ahrweiler, des Vereins Menschen gegen Kindesmissbrauch e. V., der Hannah-Stiftung und des Landes Rheinland-Pfalz.

Zwei Theaterpädagogen präsentierten den Kindern der ersten beiden Klassen vertraute Szenen aus ihrem Alltag - Situationen, in denen Kinder üblicherweise Nein-Gefühle entwickeln. Die Kinder erfuhren, dass es wichtig ist, Gefühle zuzulassen und Zu- und Abneigungen ernst zu nehmen. Sie werden angeregt, in Zukunft laut und deutlich Nein! zu sagen, wenn jemand ihre persönlichen Grenzen überschreitet.

Mit einem Zauberspruch ließen die Kinder die Situationen in der Tonne verschwinden, die für sie gefährlich werden könnten und bei denen ein Nein-Gefühl entsteht.

Die Klassen beteiligten sich begeistert. In der anschließenden unterrichtlichen Aufarbeitung zeigte sich, dass die Kinder die Botschaft verinnerlicht haben.

Daran anknüpfend wurde den Kindern der dritten und vierten Klassen klassenweise das interaktive Präventionstheater „Mein Körper gehört mir“ präsentiert.

Theaterpädagogen spielten kurze, alltagsnahe Szenen, in denen die körperlichen Grenzen von Kindern überschritten und verletzt werden. Während der Aufführung froren die beiden Schauspieler die Szenen ein und kamen mit den Kindern ins Gespräch. Dadurch waren die Kinder unmittelbar angesprochen und wurden dazu angeregt, Fragen zu stellen oder Vorschläge zu machen wie es weitergehen könnte. Sie werden ermutigt, ihren Gefühlen zu trauen und „Nein!“ zu sagen, wenn eine Berührung unangenehm ist. Sie erfuhren kindgerecht, was sexueller Missbrauch ist.

Immer wieder bekamen die Kinder den Impuls, ihren Nein-Gefühlen uneingeschränkt zu vertrauen und vertrauten Erwachsenen von ihnen zu erzählen, die ihnen helfen können und sich so Hilfe zu holen, wenn sie welche benötigen.

Zwei Theaterpädagogen präsentierten den Kindern der ersten beiden Klassen vertraute Szenen aus ihrem Alltag. Foto: Sandra Bender

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