Förderverein Bundeswehrfamilien Koblenz-Lahnstein - FBKL e.V. unterstützt ein besonderes Hilfsprojekt für Kinder
„Mein Papa hat Trauma...“
Positive Bilanz im Geschäftsjahr 2016
Koblenz/Lahnstein. Bei der jährlichen Mitgliederversammlung im Soldatenfreizeitheim „Haus Horchheimer Höhe“ konnte die Vorsitzende, Stadträtin Monika Sauer, unter den anwesenden Mitgliedern auch ganz besonders den Standortältesten Koblenz-Lahnstein, Generalarzt Bruno Most, begrüßen.
Im Geschäftsbericht des Vorstandes wurde eine durchweg positive Bilanz in der Entwicklung und bei den Aktivitäten des FBKL e.V. aufgezeigt. Damit ist es dem Verein auch weiterhin möglich, seine Hauptaufgaben, einsatzbedingt verletzten Soldaten/innen sowie deren Familien durch geeignete Hilfen beziehungsweise Maßnahmen schnell und unbürokratisch zu unterstützen. Dies insbesondere, sofern dienstliche Mittel bereits ausgeschöpft oder nicht verfügbar sind. Nach einem positiven Bericht von Schatzmeisterin Rosi Olf zur Kassenlage und dessen Bestätigung durch Generalmajor a.D. Lutz als Kassenprüfer, erfolgte die einstimmige Entlastung.
In seinem Grußwort nutzte der Standortälteste die Möglichkeit, die aktuellen Auswirkungen der Bundeswehrstruktur im Standort Koblenz-Lahnstein zu erläutern. Im Weiteren verwies er auf ein mittlerweile umfassenderes Konzept des Sanitätsdienstes für Behandlung und Umgang mit einsatzgeschädigten Soldaten/innen hin. Hierbei sollen künftig auch Familienangehörige in die Therapien mit einbezogen werden können. Zugleich betonte er die wichtige und hilfreiche Funktion des Vereins am Standort. Passend zu dieser Thematik und der Situation von Kindern in betroffenen Familien, war die Leiterin eines Crowdfunding-Projektes der katholischen Familienstiftung, Martina Müller, eingeladen worden. In ihrem sehr engagierten und kompetenten Kurzvortrag erläuterte sie die Ziele und Möglichkeiten des Projektes:
„Innerhalb von drei Monaten sollen 10.000 Euro gesammelt werden, mit denen ein Familienteam fünf Bundeswehrfamilien helfen kann, in denen eine PTBS-Erkrankung in Folge eines Auslandseinsatzes diagnostiziert wurde.
Dabei soll primär nicht dem belasteten Soldaten/der Soldatin die Hilfe zu Gute kommen, sondern vielmehr den Kindern in diesen Familien. Denn auch Kinder leiden in hohem Maße unter den Verhaltensänderungen von Vater oder Mutter und haben zumeist keine Chance, diese Veränderungen zu verstehen geschweige denn damit gut umzugehen. Bei finanzieller Realisierung des Crowdfunding-Projektes ist vorgesehen, die ausgewählten Familien durch einen erfahrenen Coach zu begleiten und sich in besonderem Maße auf die Kinder zu konzentrieren, um die Eltern-Kind-Beziehung in dieser schwierigen Phase zu stärken. Da bisher keine Initiativen/Einrichtungen bekannt sind, in denen Kindern dieser Familien Hilfen angeboten wird, soll mit dem Projekt zugleich auch Aufmerksamkeit für die Situation dieser Kinder erzeugt werden, um künftig eine strukturelle Hilfe auf Bundesebene zu initialisieren. Das Projekt hat den Namen „Mein Papa hat Trauma – Hilfe für Kinder in Bundeswehrfamilien mit PTBS-Belastung“.
Zum Abschluss einer angeregten und konstruktiven Mitgliederversammlung erfolgte der Beschluss, das Projekt mit einer Spende von 2.000 Euro zu fördern und die Realisierung zu ermöglichen.
