Karnevalsgesellschaft 1903 Obermendig e.V. und Karnevalsgesellschaft 1897 Niedermendig e.V.
Mendiger feiern eine Sitzung der besonderen Art
Mendig.„Wir befinden uns im Jahre 2022 n. Chr. Ganz Deutschland wird von Corona beherrscht. Ganz Deutschland? Nein! Eine von unbeugsamen Jecken bevölkerte Stadt hört nicht auf, dem Virus Widerstand zu leisten...“ - so titelten die Mendiger Närrinnen und Narren im Vorfeld ihrer 2. Onlinesitzung, die erneut unter dem Motto „Prost & Ahoi“ stand. Wenige Tage vor der Veranstaltung brach dann aber ein zweites Unglück über Europa herein. Doch auch hier sagte man sich: „Resignation? - em Läwe net!“
Der organisierte Karneval ist historisch eng mit dem Kampf für Freiheit und Gleichheit verbunden, mit Werten also, die man aktuell in Osteuropa zu bekämpfen versucht. Sich dem zu beugen, wäre ein Sieg der Feinde unserer Demokratie.
Daher starteten die Sitzungspräsidenten der beiden Mendiger Karnevalsgesellschaften nach einer nachdenklich stimmenden Einleitung mit Elan in die zweite Runde der im Vorjahr erstmals initiierten Onlinesitzung. Und die Resonanz im Nachgang beweist, wie sehr sich die Menschen gerade in diesen Zeiten nach Ablenkung sehnen.
Während sich im ersten Jahr der amtierende Hofstaat um Prinz Simon und Prinzessin Susi für das Programm verantwortlich zeichnete, standen nun die Korporationen der beiden KG’s im Rampenlicht. Und nicht nur das: Auch nicht den KG’s zugehörige Gruppierungen wie die „Fidelen Möhnen“, die Prinzengarde, das Komitee für den Veilchendienstagszug und die „Mennijer Mädche“ bereicherten mit ihren Beiträgen den virtuellen Sitzungsabend.
Ohne die Unterstützung der Vulkan-Brauerei wäre dies freilich nicht möglich gewesen. Sie spendet den Vereinen nicht nur den gesamten Erlös der Veranstaltung, auch für die technische Umsetzung trug die Mendiger Traditionsbrauerei Sorge. Für die Präsidenten war es daher selbstverständlich, Lars Schmidt für seinen exzellenten technischen Support mit dem Sitzungsorden auszuzeichnen.
„In den Farben getrennt, in der Sache vereint.“ Das war die Losung der Onlinesitzung 2.0. Dass selbst KGO und KGN an einem Strang ziehen können, wenn es darauf ankommt, beweist, dass gemeinsame Lösungen immer gefunden werden können, wenn man sich ehrlich darum bemüht.
