Sommerferien-Programm der betreuenden Grundschule an der Grundschule Pfarrer-Bechtel Mendig bot wieder vielseitiges Programm
Menschen – Tiere – Städtetouren
Vielschichtigkeit der Angebote ermöglicht Schülern ihren Erfahrungs-und Erlebenshorizont zu erweitern
Mendig. Die Gestaltung der diesjährigen Sommerferienbetreuung der betreuenden Grundschule an der Grundschule Pfarrer-Bechtel Mendig wurde weitergeführt aus dem beginnenden Bienenprojekt der Osterferien. Freiraum für spontane Aktivitäten, die ebenfalls möglich sein sollen, ergaben sich innerhalb der Ferienbetreuung. So wurde auch in diesem Jahr ein vielseitiges Programm gestaltet, das flexibel an die Sommerwettersituation angepasst werden konnte.
Viel Wissenswertes rund um die Biene
In der ersten Woche ging es mit dem Zug zum Imkerverband Rheinland nach Mayen, wo Dr. Schulz den Kindern in beeindruckender Weise viel Wissenswertes über das Leben der Insekten, deren Verhaltensweisen, Eigenarten und Lebensräume näherbrachte.
Es war wunderbar zu beobachten, wie die Kinder durch das Anfassen der Waben, das Naschen des Honigs – frisch aus der Wabe – und die Beobachtung der Schlupfbienen die Angst vor den Insekten verloren. Geschützt durch einen Imkerhut mit Schleier und voller Neugier wurden die Prozesse des Schlüpfens, der Ernährung und Bestäubung hautnah erlebt. In der Betreuung wurden am nächsten Tag eifrig Honigbrote gegessen, mit einem leckeren Obstsalat dazu, den die Kinder natürlich selbst zubereitet hatten.
Weiter ging es mit Kreativangeboten, dem Basteln von Bienen, die richtige „Summgeräusche“ machen können, hergestellt mit entsprechende Materialien. Die Kinder bekamen zum Abschluss zusammengestellte Mappen mit Rätseln, Fragen über alles Wichtige rund um die Biene, und so ging eine projektreiche Woche zu Ende, die für die Kinder etwas ganz Besonderes darstellte.
Ein Höhepunkt in der zweiten Woche war der Besuch der Stadt Koblenz. Nach der Seilbahnfahrt über den Rhein zur Festung Ehrenbreitstein erhielten die Kinder eine beeindruckende Führung durch Dr. Lehmann, der anschaulich berichtet, wie und wo die Indianer und Cowboys wirklich gelebt, wie sie sich gekleidet und ernährt hatten.
„Cowboys und Indianer“ auf der Festung Ehrenbreitstein
Die Kinder durchliefen die ganze Führung, wie richtige Cowboys und Indianer eingekleidet, und stellten anschließend in einem Workshop Indianerschmuck her, der natürlich als Erinnerung an diesen tollen Tag mit nach Hause genommen werden durfte.
Endlich klappte dieses Mal auch der Besuch des Reiterhofes in der Brauerstraße. Hier ging es nicht alleine ums Reiten, sondern die Kinder erfuhren vielfältige Dinge über die Pferde wie Sattelung, Pflege oder Ernährung. „Warum hat das Pferd Hufeisen, wie werden diese gesäubert?“, alles Fragen, die den Kindern beantwortet wurden, gerne auch mittels Demonstration. Alle Kinder hatten ständig zu tun: Die einen misteten den Stall aus oder durften reiten, während die anderen selbst mit Seilen Pferd und Reiter spielten. Es war ein rundum gelungener Tag auf dem Reiterhof in der Brauerstraße.
In der letzten Woche ging es dann mit dem Zug nach Andernach, wo die Andernacher Geschichte erfahrbar gemacht wurde. Daneben gab es aber in der Stadt neben den Bäckerjungen noch andere geheimnisvolle Dinge und Orte zu entdecken.
Besuch der Bäckerjungenstadt
Anhand von Karten konnten die Kinder selbst entscheiden, ob etwas wahr oder erfunden gewesen ist. Anschließend besuchte die Gruppe den Spielplatz am Rhein, wo eine Flaschenpost mit allen Unterschriften der Kinder auf die Reise geschickt wurde. Der Empfänger eines erhofften Antwortschreibens ist die Grundschule Pfarrer-Bechtel Mendig. Da es an diesem Tag so heiß gewesen ist, gab es als Abschluss noch für alle Kinder ein Eis.
Sport und Spiel waren wie jedes Jahr stark nachgefragt. Jeden Tag wurden Mannschaften gebildet für allerlei Ballsportarten. Der Sommer war geprägt von kleineren Spielaktionen in und rund um die Grundschule, wobei Wasserspiele und Bewegungsspiele genauso angenommen wurden, wie Konzentrationsspiele oder Spiele, die das Gemeinschaftsgefühl der Kinder fördern und verstärken.
Zum zweiten Mal bereits wurde eine Yogagruppe gebildet. Die Kinder erfuhren an sich selbst Möglichkeiten, Stress, Ängste und Aggressionen zu mindern und ihre emotionale Stabilität zu festigen.
Vielschichtiges Kreativangebot
Ein reichhaltiges Kreativangebot wird immer mit großer Begeisterung von den Schülern angenommen, genauso wie das frische Kochen und Grillen, das mittlerweile einen unverzichtbaren Bestandteil innerhalb der Betreuungstage darstellt. Auch in diesem Jahr beteiligten sich die Eltern aktiv: So stellte ein Vater mit allen und für alle Pizza her.
Das Wetter spielte an den meisten Tagen mit und so konnte die Kindergruppe in diesem Jahr auch in den Pfarrgarten gehen. An dem Bach ließen sich die Kinder alle möglichen Sachen einfallen: Es wurden Steine gesammelt, mit ihnen gebaut oder Wassersysteme verlegt.
Die vielen, positiven Erfahrungen führen nicht zuletzt dazu, dass die Kinder durch die Vielschichtigkeit der Angebote ihren Erfahrungs-und Erlebenshorizont erweitern konnten. Ein weiterer, kleiner Baustein für die Reifung zum Jugendlichen und eine große Freude, dies zu beobachten, aber vor allem auch eine große Freude für alle Beteiligten: Kinder, Eltern und Betreuer.
Pressemitteilung
Verbandsgemeindeverwaltung Mendig
Geschützt durch einen Imkerhut und voller Neugier beobachteten die Kinder die Insekten.
Auch Grillen und Kochen mit frischen Zutaten stand auf dem Programm. .
Eine Abkühlung im Brunnen durfte auch nicht fehlen.
In der Imkerei erfuhren die Kinder viel Wissenswertes rund um die Bienen.
Kreativität wurde groß geschrieben im Sommerferien-Programm: Die Kinder hatten auch die Möglichkeit, selber T-Shirts zu gestalten. Fotos: privat
In Andernach gab es den ein oder anderen geheimnisvollen Ort zu entdecken, so etwa den Runden Turm.
Einen rundum gelungenen Tag verbrachten die Kinder auf dem Reiterhof in der Brauerstraße.
