Allgemeine Berichte | 14.12.2018

Stiftung des Bistum Trier unterstützt Wohnungslosenhilfe in Koblenz

Menschen ein Zuhause ermöglichen

Michaela Marx (Zweite v. rechts) und Thomas Theis (erste Reihe links) von der Stiftung übergeben die Spendenschecks an die Fachberatungsstelle. Privat

Koblenz. Langsam wird es immer kälter und auch in Koblenz begegnen Passanten im Stadtbild Männern und Frauen, die sich mit Decken ein Übernachtungslager in der Fußgängerzone, in Hauseingängen oder in anderen Nischen bauen. Die Stiftung „Menschen in Not“ des Bistums Trier unterstützt die Hilfsangebote für wohnungslose Menschen in Koblenz mit 5500 Euro. In der Fachberatungsstelle bündelt der Caritasverband Koblenz Projekte, deren Ziel es ist, Menschen ohne festen, eigenen Wohnsitz niedrigschwellig und nachhaltig unter die Arme zu greifen, dazu zählt die „Hilfe zur hygienischen und gesundheitlichen Versorgung“.

„Hier geht es darum, Menschen, die sich in den Räumen unseres Tagesaufenthaltes bewegen, im Sinne einer Gesundheitsförderung zu unterstützen“, erklärt die Ordensschwester Andrea Wagner. Die 77-Jährige und weitere ehrenamtliche Kräfte geben Duschcreme, Handtücher oder Unterwäsche heraus und bieten Hilfestellungen für eine gesunde Ernährung. Im Haus erhalten sie ein Frühstück und weitere warme Mahlzeiten. „Ich verteile gerade in der Erkältungszeit viele Taschen- oder Desinfektionstücher“, benennt die gelernte Krankenschwester ein weiteres Beispiel für kleine, aber effiziente Maßnahmen. Das Angebot ist auf Spenden angewiesen und freut sich daher über die 3000 Euro aus dem Topf der Stiftung „Menschen in Not“.

Darüber hinaus gibt es das Kooperationsprojekt „Ambulante Nachbetreuung ehemals wohnungsloser Menschen“. Träger ist der Arbeitskreis „Menschen ohne Wohnung“. In diesem haben sich der Caritasverband, die Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Koblenz-Stadt und der Verein „Die Schachtel“ zusammengeschlossen. Damit Bürgerinnen und Bürger ohne oder mit wenig Einkommen ein angemessenes Zuhause finden, akquiriert der Arbeitskreis Wohnungen auf dem freien Markt. „Es ist sehr schwierig Wohnungen zu finden, denn es gibt viele Vorurteile gegenüber obdachlosen Menschen“, weiß Markus Fröhlich, Sozialarbeiter in der Beratungsstelle. Seit 2011 wurden durch die Zusammenarbeit mit der Koblenzer Wohnungsbaugesellschaft und privaten Vermietern 50 Männer und 16 Frauen in Wohnraum vermittelt. Sie werden durch das Projekt bis zu einem halben Jahr professionell begleitet. „Die Menschen können sich dadurch in ihrer Lebenssituation wieder stabilisieren“, erklärt Fröhlich. Auch dieses Projekt ist auf Spenden angewiesen. Es erhält 2500 Euro durch die Bistumsstiftung.

Beide Projekte helfen Menschen, die oftmals durch einschneidende persönliche Lebensereignisse obdachlos geworden sind. „Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum“, fordert Fröhlich. „Damit ein menschwürdiges Leben möglich ist“, ergänzt Achim Meis, Leiter Soziale Dienste im Caritasverband.

Weitere Infos zur Fachberatungsstelle Neustadt 20 gibt es unter Tel.: (02 61) 9 14 40 78 und per E-Mail an mow@caritas-koblenz.de.

Durch die Stiftung „Menschen in Not – Caritas-Stiftung im Bistum Trier“ können Projekte, Initiativen und Maßnahmen, die Lösungen für einen bezahlbaren Wohnraum entwickeln, die Betroffene unterstützen, die Menschen Chancen zur Teilhaben bieten, gefördert werden.

Weitere Infos: Tel. (06 51) 14 51 95 70 oder per E-Mail an stiftungszentrum@bistum-trier.de.

Michaela Marx (Zweite v. rechts) und Thomas Theis (erste Reihe links) von der Stiftung übergeben die Spendenschecks an die Fachberatungsstelle.Foto: Privat

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