Ein sensibles und schwieriges Thema fand regen Zuspruch
„Menschen mit Demenz verstehen und begleiten“
Infoveranstaltung des Caritas Pflegestützpunktes in Weißenthurm war sehr gut besucht
Weißenthurm. Über eine Million Menschen in der Bundesrepublik leiden an einer fortgeschrittenen Demenzerkrankung.
Viele von ihnen werden zuhause von Familienmitgliedern gepflegt und versorgt. „In unserer täglichen Arbeit erleben wir nach wie vor, dass der Umgang mit der Krankheit für viele Angehörige und Freunde der Betroffenen ein sehr sensibles und schwieriges Thema ist“, beschreibt Bettina Zaar vom Pflegestützpunkt Weißenthurm. „Es herrscht große Unsicherheit, sie stoßen sehr schnell an ihre körperlichen und seelischen Grenzen.“ Unter dem Titel „Integrative Validation: Menschen mit Demenz verstehen lernen und begleiten“ fand im Rahmen einer Veranstaltungsreihe in Kooperation mit der Barmer GEK ein Informationsabend im katholischen Vereinshaus in Weißenthurm statt. Angehörige oder Freunde von an Demenz erkrankten Menschen oder in der Pflege Beschäftigte. Zahlreiche Gäste folgten den Ausführungen der Referentin Maria-Theresia Schmitz. Sie ist autorisierte Trainerin für Integrative Validation, examinierte Krankenschwester und Pflegedienstleiterin und besitzt langjährige Erfahrung im Umgang mit an Demenz erkrankten Patienten.
Integrative Validation ist eine Methode für den wertschätzenden Umgang und die Kommunikation mit demenzkranken Menschen. Neben den theoretischen und medizinischen Hintergründen erläuterte die Referentin viele Praxisbeispiele und gab wichtige Tipps für den heimischen Familien- bzw. Pflegealltag.
„Der große Zuspruch bei dieser gelungenen Veranstaltung zeigt, dass in diesem Bereich ein enormer Informationsbedarf besteht,“ resümierte Sozialpädagogin Bettina Zaar.
Weitere Informationen erhalten Interessierte beim Pflegestützpunkt Weißenthurm, Bettina Zaar, Tel. (0 26 37) 9 41 91 37, E-Mail: beko.zaar@caritas-koblenz.de.
