Allgemeine Berichte | 16.11.2022

Heimat- und Verschönerungsverein (HVV) Buschhoven

Menschen unterstützen, die Menschen unterstützen

Gemütlicher Nachmittag wirkt nach

Von links: Dr. Georg Schneider, HVV, Heinrich Pützler, Dieter Engels und Claudia Wilmers. Foto: privat

Buschhoven. Eigentlich wollte der Vorsitzende des Heimat- und Verschönerungsverein (HVV) Buschhoven, Dr. Georg Schneider nur eine Spende übergeben, die die Mitglieder beim „gemütlichen Nachmittag“ auf Wunsch des Vortragenden Heinrich Pützler gesammelt hatten. Aber er machte die Erfahrung, dass sich manchmal die Dinge in ungeahnte Richtungen entwickeln:

Bei der ökumenischen Hospizgruppe Rheinbach - Meckenheim - Swisttal geriet er in eine völlig neue Welt: Ein Verein, bei dem man erst 100 Stunden Befähigungskurs machen muss, bevor man sich ehrenamtlich in der Sterbebegleitung einbringen darf. Unglaublich! „Das Ehrenamt schließt die Lücke zwischen Familie und professioneller Pflege mit Begleitungsangeboten für den Alltag“, sagt Claudia Wilmers, eine der Koordinatorinnen der Gruppe. „Wenn das Lebensende im Blickfeld ist, kann man uns um die psychosoziale Begleitung bitten. Wir sind aber keine Konkurrenz für Pflegekräfte, wir machen das, womit man kein Geld verdienen kann.“ Dazu gehören Gespräche, Kaffeetrinken, Begleitung zu besonderen „letzten Wünschen“, aber generell keinerlei aktive Sterbehilfe. „Alle unsere Angebote sind natürlich kostenfrei!“ Und sie hören nicht auf bei der Begleitung der Sterbenden, sondern unterstützen auch die Angehörigen in der Trauer. „Für die Trauerbegleitung brauchen wir Ihre Spende, da diese ein zusätzliches, nicht förderfähiges Angebot ist!“, dankte Wilmers für den Scheck über 250 Euro, die die Mitglieder des HVV beim Vortrag Heinrich Pützlers gesammelt und der Vorstand noch etwas aufgestockt hatten. Dieter Engels, Stellv. Vorsitzender der ökumenischen Hospizgruppe erläuterte: „Wir sind ein 20 Jahre alter Verein mit 300 Mitgliedern, die uns unterstützen. Der ehrenamtliche Vorstand setzt sich aus Palliativmedizinern, allgemein interessierten Menschen und auch Kirchenvertretern. In der Hospizgruppe arbeiten drei hauptamtliche Koordinatorinnen auf einer gemeinsamen Stelle, und 60 Ehrenamtliche.“ Neben den Befähigungskursen in der Sterbe- und Trauerbegleitung gibt es Gruppenabende (Intervision), aber auch professionelle Supervision. Bewegt vereinbarte Herr Dr. Schneider mit Frau Wilmers nach diesem interessanten Gespräch in den Räumen der Hospizgruppe gleich eine Vorstellung ihrer Arbeit in Buschhoven beim HVV.

Von links: Dr. Georg Schneider, HVV, Heinrich Pützler, Dieter Engels und Claudia Wilmers. Foto: privat

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