Die Fair-Handels-Bewegung fordert:
Menschenrechte achten und Unternehmen für Verstöße haftbar machen
Am 11. Mai ist Welt-ladentag – Unverbindliche Regeln für Unternehmen reichen nicht aus
Linz. Seit Langem, und nicht nur am 11. Mai, dem diesjährigen Welt-ladentag, fordert die Fair-Handels-Bewegung, der auch der Weltladen Linz angehört, von der deutschen Bundesregierung ein Gesetz, das deutsche Unternehmen verpflichtet, Menschenrechte entlang ihrer gesamten Lieferkette zu achten und sie für Verstöße haftbar zu machen.
Leider steht nach wie vor im internationalen Handel oft der Profit über dem Wohl von Mensch und Umwelt. Appelle brachten bisher wenig. Gebraucht wird daher ein Gesetz, das Unternehmen verpflichtet, ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht entlang ihrer Produktionsketten nachzukommen.
Für die Fair-Handels-Bewegung ist es selbstverständlich, dass die Einhaltung von Menschen- und Arbeitsrechten in der Wirtschaft nicht auf Freiwilligkeit basieren darf. Doch für viele andere – in Politik, Wirtschaft und Bevölkerung – ist dies keinesfalls klar.
Zum Glück setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass unverbindliche Regeln für Unternehmen zum Schutz der Menschenrechte nicht ausreichen.
Zudem fordert das EU-Parlament die EU und ihre Mitgliedsstaaten auf, verbindliche Regeln für Unternehmen zum Schutz der Menschenrechte zu verabschieden. Auch erste Unternehmen sprechen sich mittlerweile für ein entsprechendes Gesetz aus.
Die Bundesregierung lässt bis 2020 den Nationalen Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) überprüfen. Sollte die gesetzte Zielmarke im NAP verfehlt werden, so kündigt die Bundesregierung im Koalitionsvertrag an, würde sie gesetzliche Regelungen für Wirtschaft und Menschenrechte einleiten.
Vor diesem Hintergrund steht am 11. Mai der Weltladentag erneut in diesem Zeichen. Mit aufmerksamkeitsstarken Maßnahmen werden die Mitarbeiter*innen des Weltladens Linz auf das Problem der Einhaltung von Menschen- und Arbeitsrechten aufmerksam machen.
Weltladen Linz
