Merler Dorfkultur 2016
Merl feiert sich
Vereine und Bevölkerung feierten Kultur und Kulinarik
Merl. Die Merler Dorfkultur ist eine von 37 Veranstaltungen im Rahmen der Meckenheimer Kulturtage, wie der stellvertretende Bürgermeister Michael Sperling bei der Eröffnung am vergangenen Sonntag betonte. Aus seiner Sicht auch eine Veranstaltung mit viel Wehmut, denn es ist bereits die dreiunddreißigste Veranstaltung und damit gehen die Meckenheimer Kulturtage dem Ende zu. Gemeinsam mit Ortsvorsteher Michael Sell eröffnete er das Fest am Dom, zu dem bereits am frühen Mittag sehr viele Merler und Auswärtige den Weg gefunden hatten. Ein besonders herzlicher Gruß galt Ehrenbürgerin Erika Meyer zu Drewer sowie den gesamten Dorfvereinen, welche hier tatkräftig mit anpackten, denn nur so ist ein Fest von derartiger Größe überhaupt zu stemmen.
Den musikalischen Auftakt machte dann der Chor „Die Brücke“ unter der Leitung von Claudia Nachtsheim, der Chorgesang einmal ganz neu interpretierte. So gab es neben den klassischen Stücken auch eine Neuinterpretation des Songs „Die kleine Kneipe“ von Peter Alexander, was großen Beifall seitens des Publikums brachte. Die Orgel im Merler Dom ist ein Schätzchen der ganz besonderen Art, das in den Händen der Organistin Annette Frankenberg besonders erstrahlt. Unter dem Titel "Barockmusik" wurde dem Instrument eine Vielfalt an Tönen entlockt. Töne ganz anderer Art gab dann später Ziach-Pivi auf der steirischen Harmonika zum Besten. Dieses Instrument, welches viele vor allem aus dem Fernsehen von Florian Silbereisen her kennen, lässt sich ebenfalls sehr vielfältig einsetzen und so erklangen volkstümliche Melodien von der Zugspitze bis zur Waterkant.
So viel Kultur macht natürlich hungrig und durstig, da war es gut, dass es an der Futterstation auch heiß her ging. Für die Versorgung mit Pommes, Currywurst und Steaks hatten Joachim Kühlwetter und Annette Bunert gesorgt und direkt einen Stand weiter gab es leckeren Kuchen und Kaffee. Es war ein Fest für die gesamte Familie, dafür sorgten zivile Preise und sogar eine Hüpfburg, die die Kinderherzen hoch erfreute. Gut gestärkt wartete man dann auf den Auftritt der „Proseccos“ der LKC Lüftelberg und auf das Folkloreensemble „SomeFolks“ des Musikschulzweckverbands Meckenheim-Rheinbach-Wachtberg, das mit seinen Tönen ebenfalls noch zum Gelingen des Festes beitrug. Die Musikschule Merl sorgte in den Pausen zwischen den einzelnen Acts auf der Bühne für Unterhaltung. Zum Abschluss wurde das Publikum selbst zum Bühnenstar, es wurden gemeinsam rheinische Lieder gesungen. Wieder einmal konnten die Besucher feststellen, warum es am Rhein und an der Swist so schön sein kann. Der Erlös des gesamten Festes kommt wie in jedem Jahr einem sozialen Zweck zu, wie Ortsvorsteher Michael Sell zum Abschluss der Veranstaltung erläuterte.
STF
Michael Sperling und Michael Sell nahmen die offizielle Eröffnung vor.
