Allgemeine Berichte | 21.02.2018, 11:16 Uhr

Künstler mit Pecher Wurzeln

Michael Frechen stellt 18 Ikonen in Wachtberger Kirchen aus

Der Erlös der Ausstellung, die bis Ostern in Berkum und Pech gesehen werden kann, ist für den Erhalt der Pecher Kapelle Sankt Michael vorgesehen

Michael Frechen und GemeindereferentinClaudia Schütz-Großmann zeigen Stücke der Ausstellung. Fotos: CEW
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Wachtberg-Berkum/Pech. Bis Sonntag, 18. März gibt es in der Berkumer Pfarrkirche St. Maria Rosenkranzkönigin vor und nach den Messen ebenso wie zu den sonstigen Öffnungszeiten der Kirche eine besondere Ausstellung zu sehen.

Der bekannte Künstler und Maler Michael Pech stellt dort 18 seiner Ikonen aus, die er mit besonderen Gestaltungselementen geschaffen hat.

Nach der Ausstellung in Berkum werden die Stücke noch bis Ostern in der katholischen Kirche in Pech zu sehen sein.

Mit dem kleinen Ort im Drachenfelser Ländchen verbinden den Künstler besondere Erinnerungen. Hier ist er in den ersten elf Lebensjahren groß geworden und ist bis heute mit dem Dorf verwurzelt.

Auch wenn ihn sein beruflich bewegtes Leben quer durch die Republik geführt hat, so hat er die Verbindung nicht verloren.

In der Vergangenheit hat der Maler, der sonst eher dem Impressionismus anhängt, für den Heimatverein und für die Ortseingänge Entwürfe und Bilder geschaffen.

Diese bilden nicht nur den Wahlspruch der Pecher „Zum Glück gibt’s Pech“ ab, sondern auch viele Details der wechselhaften Geschichte des Ortes.

Vorgaben des Ikonenschreibens

Zur Ikonenmalerei hatte ihn eine Ausstellung inspiriert, die er vor vielen Jahren besucht hatte. So malt er nun seit der Mitte der 70er Jahre mit einzelnen Schaffenspausen immer wieder Bildnisse des Glaubens, die in ihrer künstlerischen Ausarbeitung beeindrucken.

Eiche, Pappel und gutes Sperrholz sind die Grundlagen für seine Bilder. Nach der mehrfachen Grundierung folgt Michael Frechen zwar klar den Vorgaben des Ikonenschreibens, wie diese Kunst in Fachkreisen genannt wird. Trotzdem verleiht er seinen Werken durch verschiedene Techniken der Gestaltung, die Verwendung neuer Farbkombinationen und auch plastischen Elementen wie Rahmen oder Goldauflagen eine besondere Note.

Bis ein solches Werk vollendet ist, benötigt der Künstler je nach Motiv und Gestaltung ein bis vier Wochen.

Tradition kommt aus Byzanz

Ursprünglich kommt die Tradition, Ikonen in dieser Weise darzustellen, aus Byzanz. Über viele Wege quer durch den Vorderen Orient bis nach Europa hatte diese Kunst bald den Weg nach Deutschland gefunden. Bereits im Mittelalter kannte man diese Kunstform in unserem Land. Obwohl es Vorschriften gibt, wie diese Art der Darstellungen zu gestalten ist, finden sich in den Bildern verschiedener Länder immer wieder andere Schwerpunkte.

Licht und Schatten werden teilweise sehr verschieden eingesetzt, ebenso wie individuelle Verzierungen angewendet werden. Umso interessanter sind die ausgestellten Ikonen in Wachtberg zu erkunden, die zum Teil mit liebevollen, detailreichen Motiven versehen sind. So finden sich in einer der besonderen Ikonen die Abbildungen der Kirchen und Kapellen Wachtbergs.

Vielfältige Ikonen werden in den kommendenWochen in der Berkumer und der Pecher Kirche zu sehen sein.

Vielfältige Ikonen werden in den kommenden Wochen in der Berkumer und der Pecher Kirche zu sehen sein. Foto: Petra Reuter

Michael Frechen stellt 18 Ikonen in Wachtberger Kirchen aus

Foto: Petra Reuter

Michael Frechen zeigt die Goldauflagen underläutert Konsistenz, Verarbeitung und Sensibilität des Materials.

Michael Frechen zeigt die Goldauflagen und erläutert Konsistenz, Verarbeitung und Sensibilität des Materials. Foto: Petra Reuter

Michael Frechen und Gemeindereferentin Claudia Schütz-Großmann zeigen Stücke der Ausstellung. Fotos: CEW Foto: Petra Reuter

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