Allgemeine Berichte | 09.08.2021

Kalte Nahwärme soll Neubaugebiet in Dernbach klimafreundlich machen

Michael Münch von der Transferstelle Bingen informierte über das innovative System

Dernbach. Die Nachfrage nach Bauland ist im Kreis Neuwied groß: Deshalb wird in Dernbach (VG Puderbach) die „Althohl“, ein 5,7-Hektar großes Neubaugebiet, aufgelegt. Dabei legen die politisch Verantwortlichen um Landrat Achim Hallerbach, VG-Bürgermeister Volker Mendel und Ortsbürgermeister Heinz-Rudi Becker größten Wert auf Klimafreundlichkeit. Und deshalb befassten sie sich schon im jetzigen Stadium der Bebauungsplan-Aufstellung mit der „Kalten Nahwärme“. Was im ersten Moment paradox klingt, ist die Variante eines Wärmeversorgungsnetzes mit relativ geringen Temperaturen. Dieses Netz kann sowohl wärmen als auch kühlen, erklärte Michael Münch von der Transferstelle Bingen (TSB) bei einer dafür anberaumten Informationsrunde in Dernbach.

Um die gewünschten Temperaturen zu erreichen, werden Wärmepumpen dezentral in Wohnhäusern eingesetzt. Somit kann jeder Verbraucher, unabhängig von anderen, gleichzeitig heizen und kühlen. Da dieses System per Geothermie beheizt wird, werden rund 100 Meter tiefe Bohrungen vorgenommen. Ein Rohrsystem kann schließlich die Wärme der Erde aufnehmen und über Leitungen in alle Häuser transportieren. Diese Bohrungen könnten beispielsweise auf den geplanten Ausgleichsflächen, wie den Streuobstweiden, stattfinden. Durch die relativ geringen Temperaturen im Wärmenetz von 25 Grad herrscht nur ein vergleichsweise kleiner Unterschied zur Temperatur der Erde, die in dieser Tiefe circa 10 Grad beträgt. Daraus resultiert, dass die Rohre nicht gedämmt werden müssen.

Bestenfalls kann das unterirdische Netz sogar Wärme aus dem Boden aufnehmen, wodurch die Kosten für die Verbraucher sinken. Die Kühlung kann ebenfalls über die Wärmepumpe erfolgen und wird durch die niedrige Temperaturdifferenz im Sommer einfacher, erklärte Münch. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Gebäude mit Photovoltaikanlagen auszustatten. Infolge der Kopplung der Photovoltaikanlage mit dem Wärmenetz kann ein Teil des Strombedarfs für die Wärmepumpe vom eigenen Dach genommen werden. Somit entsteht ein hoher Grad an Eigenversorgung. Beim Termin signalisierte Landrat Achim Hallerbach, dass die Kreisverwaltung ein solches Projekt unterstützen würde.

„Die Kalte Nahwärme wird ein Modul im künftigen Kreisklimaschutzkonzept des Landkreises Neuwied. Wir wollen frühzeitig neue Wohnbaugebiete diesem Thema zuführen, um mögliche Ressourcen für die CO2-Reduzierung zu ermitteln,“ betonte er. Auch bei VG-Bürgermeister Volker Mendel, Ortsbürgermeister Heinz-Rudi Becker und den Beigeordneten Manfred Kreis und Hans-Walter Langhardt stieß die Idee der „Kalten Nahwärme“ auf sehr positive Resonanz.

Pressemitteilung der

Kreisverwaltung Neuwied

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