Reservistenkameradschaft Meckenheim-Rheinbach-Swisttal auf Napoleons Spuren
Militärhistorische Exkursion nach Jülich
Rheinbach/Jülich. Militärgeschichte vor Ort aufzuspüren und zu erleben ist einer der Schwerpunkte im Jahresprogramm der Reservistenkameradschaft Meckenheim-Rheinbach-Swisttal. In diesem Jahr führte eine militärhistorische Exkursion nach Jülich, wo zwei Einzelziele das besondere Interesse der Reservisten auf sich zogen, der Brückenkopf-Park und die Zitadelle. Kern des Brückenkopf-Parks sind gut erhaltene Teile eines Festungsbauwerks französischer Truppen aus der Zeit Napoleons. Fachkundig geführt durch eine Jülicher Gästebetreuerin konnten die Reservisten und ihre Frauen Bastionen, Magazinräume, Kanonen- und Schützenstände erkunden und auch eine historische Wachstube besichtigen. Und wo spezielle historische oder artilleristische Kenntnisse fehlten, waren der Historiker und Oberstleutnant der Reserve (d. R.) Dr. Dieter Bangert und der Artillerist Oberfeldwebel d. R. Eckart Weber gefragt. Sie halfen aus und Ergänzten. Beim anschließenden Besuch in der Zitadelle stand neben der Besichtigung der militärischen Einrichtungen die wechselvolle Geschichte der Anlage im Vordergrund. Hier ging es besonders um die napoleonische Phase über die von Preußen geprägte Zeit bis hin zur Neuzeit, in der Teile der Zitadelle als Museum und zu Schulzwecken genutzt werden. Das von dem italienischen Architekten Alessandro Pasqualini im 16. Jahrhundert erbaute Schloss gilt als der „palazzo in fortezza“ als bedeutendstes Beispiel der Hochrenaissance im deutschsprachigen Raum. Kunsthistorisch besonders wertvoll ist der erhaltene Ostflügel des Schlosses mit der Schlosskapelle. Letztere konnten die Reservisten aus einem höher gelegenen Stockwerk besichtigen und so einen besonderen Raumeindruck „mit nach Hause nehmen“.
