Hoher Besuch an der Brex
Ministerin Katrin Eder zu Gast
Bendorf. Nach einigen Monaten der Vorplanung war es endlich soweit: Die rheinland-pfälzische Ministerin für Klima, Umwelt, Energie und Mobilität, Katrin Eder, besuchte den Verein und das Projekt Reaktivierung der Brexbachtalbahn und machte sich mit einer kompletten Bereisung der Strecke von Siershahn nach Bendorf ein persönliches Bild vom Zustand der Brexbachtalbahn, von deren Streckenführung und ihrer Eignung für eine mögliche Wiederaufnahme eines Schienenpersonennahverkehrs. Dazu hatte Jörg Seyffert von der Eifelbahnverkehrsgesellschaft mbH, Pächter und Infrastrukturbetreiber der Brexbachtalbahn, extra eine zweiteilige Schienenbusgarnitur zur Verfügung gestellt.
Mitgebracht hatte die Ministerin auch ihre persönliche Referentin, Dr. Hahle Badrnejad-Hahn und Christian Bappert, im Ministerium zuständig für Infrastruktur SPNV und ÖPNV. Vom Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord war dessen Direktor, Thorsten Müller, angereist. Um 13.15 Uhr ging die Fahrt am Bahnhof Siershahn los, mit der Ministerin auf dem Klappsitz direkt neben dem Triebfahrzeugführer Jürgen Spiller. Dem bereitete es sichtbar Vergnügen, einem so prominenten Gast die wunderschöne Natur links und rechts der Brexbachtal-Bahnstrecke präsentieren zu dürfen.
Ohne Zwischenhalt ging es die Brex hinunter – zunächst über die in Betrieb befindliche Strecke Ransbach-Baumbach - Grenzau und dann weiter über den bisher noch nicht reaktivierten Teil bis zum Stützpunkt in Bendorf-Sayn. Seit vielen Jahren kam so auch endlich wieder einmal ein Personenzug über fast die gesamte Strecke der Brexbachtalbahn.
Die Ministerin, aber auch ihre Mitarbeiter und SPNV-Direktor Thorsten Müller waren angetan von der landschaftlichen Schönheit des Brexbachtals und dem guten Zustand des Oberbaus der Strecke. In Bendorf-Sayn angekommen, ging es ohne langen Aufenthalt wieder zurück nach Siershahn.
Aktuell wird vom Ministerium die Wiederaufnahme des Personenverkehrs von zurzeit nicht im SPNV betriebenen Bahnstrecken in Form eines Rankings erarbeitet. Eine große Rolle spielt dabei - neben der prognostizierten Auslastung der Züge - der Zustand des Oberbaues der in Betracht kommenden Strecken, da ein guter Oberbau natürlich weniger Kosten bei einer Reaktivierung verursacht als ein schlechter. Hier hat die Brex einen großen Vorteil, haben doch die Aktiven Mitglieder in den letzten Jahren tausende von Ehrenamtsstunden in Freischnitt und den Oberbau investiert. Der Verein und alle seine engagierten Mitglieder hoffen jetzt, dass sich das Engagement gelohnt hat und die Ministerium mit dieser Fahrt von den großen Chancen einer Reaktivierung der Gesamtstrecke und den Vorteilen für Klimaschutz, Umwelt und Verkehr überzeugt werden konnte. Und natürlich von einer Aufnahme der Brex in das Wiederaufnahmeprogramm des Landes! Pressemitteilung
Verein Reaktivierung
der Brexbachtalbahn
