Allgemeine Berichte | 20.06.2025

Über eine große Karriere, außergewöhnliche Lehrer und einen Hund vor Gericht

Minski-Filmhighlights im Juli in der Schauburg

Neuwied. Das Neuwieder Mittwochskino „Minski“ ist eine echte Institution. Schon seit mehreren Jahrzehnten zeigt es auf, dass das Medium Film viel mehr zu bieten hat, als nur die neuesten Blockbuster. Jeden Mittwochabend ab 20 Uhr zeigt das vielfach ausgezeichnete Programmkino handverlesene Filmperlen in der Schauburg, Heddesdorfer Straße 84, und deckt dabei eine große thematische Bandbreite ab. Da das Kino im Juli auch mit dem schönen Wetter konkurrieren muss, hat sich Minski-Programmgestalter Michael Mertes bei der Filmauswahl wieder besonders viel Mühe gegeben.

Hildegard Knef hat den deutschen Film geprägt, wie kaum eine andere Schauspielerin. Als wahres Allroundtalent entwickelte sie sich in den 1950er-Jahren schnell zu einer der schillerndsten Persönlichkeiten in der Entertainmentbranche. Doch zu ihrer Geschichte gehört auch, dass sie sich immer wieder heftiger, öffentlicher Kritik erwehren musste. Das Biopic „Ich will alles. – Hildegard Knef“, das am Mittwoch, 2. Juli, im Minski gezeigt wird, lässt die Portraitierte anhand zahlreicher Archivfilme selbst zu Wort kommen und zeichnet das Bild einer großen Künstlerin.

Als Englischlehrer kommt der Brite Tom Michell an ein Jungeninternat in Argentinien. Dort herrscht bald schon der Ausnahmezustand, denn nach einem Putsch übernimmt eine diktatorische Militärregierung die Macht. Tom reist ins benachbarte Uruguay und findet dort einen hilflosen Pinguin am Strand. Nachdem er diesen gerettet hat, beschließt er, ihn mit an die Schule zu nehmen. Damit handelt er sich mächtig Ärger mit der Schulleitung ein, gewinnt jedoch auch einen Zugang zu seinen Schülern. „Der Pinguin meines Lebens“ läuft am Mittwoch, 9. Juli, im Minski.

„Bolero“ zählt zu den bekanntesten und meist gespielten Stücken der Musikgeschichte. Der gleichnamige Film, der am Mittwoch, 16. Juli, im Minski läuft, erzählt die Geschichte der Entstehung des Musikstücks und zeichnet ein Portrait seines Schöpfers Maurice Ravel. Dabei beginnt die Erfolgsgeschichte von „Bolero“ überhaupt nicht erfolgversprechend, denn Ravel tut sich lange schwer, das Werk – eine Auftragsarbeit – zu vollenden.

Als Antoni als Lehrer an eine Schule in der spanischen Provinz kommt, begegnen ihm die Dorfbewohner mit offenem Argwohn. Schnell wird er als Atheist und gar als Kommunist bezeichnet. Schuld an diesen Vorwürfen sind auch Antonis moderne Erziehungsmethoden, unter denen seine Schüler jedoch regelrecht aufblühen. Doch dann bricht der Spanische Bürgerkrieg über das Land herein und alles versinkt in Chaos. „Der Lehrer, der uns das Meer versprach“ wird am Mittwoch, 23. Juli, im Minski gezeigt.

Anwältin Avril hat es wirklich nicht leicht: Ihr Chef drängt sie dazu, ein scheinbar hoffnungsloses Mandat zu übernehmen. Sie soll den Hund Cosmo vertreten, der drei Frauen gebissen hat und nun eingeschläfert werden soll. Durch einen juristischen Trick verhindert sie die sofortige Verurteilung des Vierbeiners: Cosmo soll nicht als „Sache“ und somit als Eigentum seines Halters, sondern als Individuum behandelt werden. Plötzlich schlägt der Prozess Wellen und die Öffentlichkeit wird auf den ungewöhnlichen Fall aufmerksam. „Hundschuldig“ ist am Mittwoch, 30. Juli, beim Minski in der Schauburg zu sehen.

„Mittwochs ins Kino“ – das Minski ist eine Kooperation zwischen dem städtischen Jugendamt, der Volkshochschule der Stadt Neuwied sowie den Filmtheaterbetrieben Weiler. Jeden Mittwochabend öffnet sich um 20 Uhr der Vorhang im Kino Schauburg, Heddesdorfer Straße 84, für außergewöhnliche Filme, die bewegen, begeistern und zum Nachdenken anregen. Kinokarten können über eine Online-Buchung zur Sitzplatzreservierung auf www.kinoneuwied.de erworben oder an der Abendkasse gekauft werden.

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