Allgemeine Berichte | 25.04.2024

Musikverein „In Treue fest“ begab sich auf die „Spuren der Kelten und Wikinger“

Mit Dudelsack in Haithabu

Zwischen einem riesigen Wikingerschiff und einem furchterregenden Drachenkopf tauchten 40 Musiker aus dem Nebel. Foto: Tim Michels

Immendorf. Wickie hat wahrscheinlich niemals Dudelsack gespielt, auch sind sich Kelten und Wikinger nie begegnet. In Immendorf jedoch trafen sie sich zumindest musikalisch. Zwischen einem riesigen Wikingerschiff und einem furchterregenden Drachenkopf tauchten 40 Musiker aus dem Nebel. Mit tänzerischen keltischen Flötenmelodien und schauerlichen Wikingerstimmen brachten sie den Geist der alten Nordseevölker zum Klingen.

Der Musikverein „In Treue fest“ aus Immendorf begab sich am vergangenen Samstag auf die „Spuren der Kelten und Wikinger“ zum großen Mottokonzert in die ausverkaufte Mehrzweckhalle. Die Idee für das Konzertmotto kam vom Dirigenten René Neuser. Wie bei so einem exklusiven Konzert üblich, war ein breites Repertoire anspruchsvoller Arrangements vertreten. Neben sinfonischen Balladen wie „Celtic Flutes“ und „Voice oft the Vikings“ gingen besinnliche keltische Hymnen zu Herz, ehe ein freches Medley aus „Wickie und die starken Männer“ und der rockige Küstensound von Santiano Musiker und Publikum gleichermaßen von ihren Stühlen rissen. Für den authentischen Highland-Sound sorgte mit dem Dudelsack als besonderer Gastmusiker Alexi Guretzke von der 56th District Pipe Band Koblenz.

Mit einem solchen, nur einmal aufgeführten Mottokonzert soll nicht nur dem Publikum eine besondere Show geboten werden. Quasi als künstlerische Visitenkarte zeigen die Hobbymusiker, was sie mit intensivem gemeinsamem Proben neben den zahlreichen anderen Auftritten im Jahr erreichen können. „Ein Konzert, bei dem sich der Verein von seiner besten musikalischen Seite präsentiert, kann natürlich auch potenzielle neue Musiker neugierig machen und im besten Fall zum Mitmachen bewegen“, erklärt der Vereinsvorsitzende Nils Kaminski. Oberbürgermeister David Langner, einer der Ehrengäste, hob in einem Grußwort den Vereinsgeist hervor, ohne den die Veranstaltung eines solchen Konzerts nicht möglich wäre. Und obwohl in Immendorf die Vereinsdichte besonders hoch ist, ist es auch hier für die Vereine keine Selbstverständlichkeit, Nachwuchs zu finden. Immerhin vier neue Musiker kamen im letzten Jahr dazu, und in den Vorschulangeboten des Vereins stehen etwa 20 kleine Musiker in den Startlöchern. Vielleicht gehören auch sie bald zu den starken Frauen und Männern im musikalischen Haithabu von Immendorf.

Wer auch Interesse daran hat, im Musikverein mitzuwirken, kann gerne auf der Homepage unter www.musikverein-immendorf.de vorbei schauen oder meldet sich beim ersten Vorsitzenden unter 1.vorsitzender@musikverein-immendorf.de.

Zwischen einem riesigen Wikingerschiff und einem furchterregenden Drachenkopf tauchten 40 Musiker aus dem Nebel. Foto: Tim Michels

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