Koblenzer Hospizverein e.V. machte auf ein schwieriges Thema aufmerksam
Mit Phantasie, Kreativität, Herz und Engagement
Zum Tag der Kinderhospizarbeit am 10. Februar organisierte der Koblenzer Hospizverein eine Aktion mit viel Resonanz als Zeichen der Solidarität mit betroffenen Familien
Koblenz. Die Bürgermeisterin der Stadt Koblenz Ulrike Mohrs, Beauftragte der Berufsfeuerwehr Koblenz, des Polizeipräsidiums Koblenz, des DRK Koblenz, die Klinik-Clowns Koblenz, die Westerwälder Clowndoktoren, Vorstandsmitglieder und viele ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter*innen des Koblenzer Hospizvereins e.V. sowie interessierte Bürger*innen fanden sich am 10. Februar am Löhrrondell in der Koblenzer Innenstadt ein, um sich für das Anliegen der Kinderhospizarbeit zu engagieren. Dort wurden Hunderte von grünen Windlichtern verteilt, die von 20 Schulen zwischen Boppard und Remagen, vier Kindergärten, einer Gruppe von Messdienern und einer Senioreneinrichtung mit viel Liebe und Phantasie erstellt wurden. Im Vorfeld wurde der Großteil der Lichter an Geschäfte, Restaurants, Cafés, Praxen und öffentliche Einrichtungen in Koblenz verteilt.
Ulrike Mohrs betonte, wie wichtig die Arbeit des Koblenzer Hospizvereins e.V. und des ihm angebundenen ambulanten Kinder- und Jugendhospizes für die Region sei. Ina Rohlandt, Geschäftsführerin des Koblenzer Hospizvereins e.V. und Sonja Schweikert, Initiatorin der Idee und Ehrenamtskoordinatorin im ambulanten Kinder- und Jugendhospiz, waren beeindruckt von der großen Resonanz. „Mit viel Herz für die Sache haben wir die Gesellschaft auf ein schwieriges Thema aufmerksam gemacht. Fast alle Lichter wurden verteilt und leuchten sicher nicht nur heute für junge Menschen und deren Familien, die wir im Leben und Sterben nicht alleinlassen“, so Ina Rohlandt. Zum nächtlichen Abschluss der Aktion „Grüne Windlichter mit besonderer Botschaft“ wurde die St. Lambertuskirche in Spay grün angestrahlt. „Alles verlief so großartig – ich bin zutiefst berührt über das große Engagement aller Beteiligten. Ich danke allen von Herzen“ resümierte Sonja Schweikert den Tag der Kinderhospizarbeit 2022.
Pressemitteilung des
Koblenzer Hospizverein e.V.
Ulrike Mohrs (l.), Bürgermeisterin der Stadt Koblenz, besuchte den Infostand des ambulanten Kinder- und Jugendhospizes und nahm von Ina Rohlandt, Geschäftsführerin Koblenzer Hospizverein e.V. sowie Sonja Schweikert (r.), Ehrenamtskoordinatorin ambulantes Kinder- und Jugendhospiz, ein grünes Windlicht mit besonderer Botschaft zum Tag der Kinderhospizarbeit entgegen. Quelle: Koblenzer Hospizverein e.V.

Die Hospize werden von mir immer unterstützt. Ich war 10 Jahre in der Hospiz"bewegung" dabei und habe 3 Nachbarinnen versorgt und bis zum Tod begleitet. Meinen Ex-Mann 2 Jahre im Heim bis letztes Jahr. Heute ist sein Todestag. Mein Sohn hat Zivildienst im Kaarster Hospiz gemacht und bis heute ehrenamtlich dabei, allerdings für IT und Werbung und bei Festen, denn auch sterbende Menschen brauchen Freude. Es ist nicht nur eine christliche Aufgabe, es geht auch sehr auf die Psyche und auf die Knochen. Daher spende ich immer. Schöne Idee mit den grünen Lichtern und eine Aktion, der ich nur zustimmen kann. Alles erdenklich Gute ! In Kaarst haben wir mit allen Nachbarn in der Zeit 84-94 selber geplegt und versorgt, alle gemeinsam. Heute gibt es das nicht mehr. Es fing an, als ich heiratete und keinen kannte. Da habe ich ein Riesen-Straßenfest organisiert und so kamen wir alle zusammen. Ich war die Jüngste mit 30 und die älteste ist 97-j in meinem Beisein verstorben 2017 :-( keiner mehr da.
Vor deren Arbeit und Engagement habe ich die größte Hochachtung. Alleine das Wort wichtig sagt darüber nichts aus. Das wird von der Politik für jeden Themenbereich verwandt, für mich persönlich nichts anderes als eine Floskel.
Dank auch an die, die sich für Hunderte von grünen Windlichtern verantwortlich zeigen. Eine tolle Aktion.