Allgemeine Berichte | 21.08.2019

Dreckenacher Enduro Marathon

Mit Taktik, Kondition und Fahrkönnen zum Sieg

Action an sieben Stunden in zwei Tagen

In der Steillage war es nicht einfach, das Gleichgewicht zu halten. Fotos: EP

Dreckenach. So stellten sich die Zuschauer den 7. Dreckenacher Enduro Marathon vor, er glich teilweise einer Schlammschlacht mit spritzenden Wasserfontänen. Der Wettergott hatte ganze Arbeit geleistet und die Fahrstrecke auf diese Weise bestens präpariert. Deshalb waren Geschicklichkeit im Umgang mit der eigenen Maschine und viel Kraft gefordert, um diese und andere Herausforderungen zu bestehen.

Sprung ins glitschige Nass

Die Wasserstelle zu meistern war nicht so anspruchsvoll, doch der darauffolgende Sprung ins glitschige Nass, verlangte viel von Fahrer und Fahrerin. Da landete so manche Enduro im Matsch, auch weil am Ende die Kraft fehlte. Zimperlich durfte keiner sein! Zum Glück kam niemand zu nennenswertem Schaden.

In drei Läufen mit jeweils zwei Stunden Fahrzeit mussten Punkte gesammelt werden, um das Finale zu erreichen. Nach der technischen Abnahme und einer Fahrerbesprechung, bei der die Teilnahme Pflicht war, fanden samstags zwei Läufe statt. Zugelassen waren Enduros mit maximal 94 db, zu laute Mopeds mussten mit dem Ausschluss rechnen. Geprüft wurde auch das Zubehör an den Maschinen, zum Beispiel Lenkerpolster, Killschalter und Kugeln an Handhebeln. Das alles diente der Sicherheit der Fahrer/innen.

Die Veranstalter wiesen darauf hin, dass das Betanken nur in ausgewiesenen Zonen erlaubt sei, sowie dass bei Servicearbeiten eine Umweltmatte benutzt werden musste. Mit blauen Westen gekennzeichnete Streckenposten überwachten den Rennablauf und die Streckenführung. Unsportliches Verhalten des Fahrers hatte den Ausschluss zur Folge, ebenso wie das Abkürzen einer Strecke. Wichtig war auch die Lesbarkeit der Startnummern, dafür hatte jeder Teilnehmer selbst zu sorgen.

Sonderprüfungen für mehr Punkte

Jeder der sich für das Finale qualifizieren wollte, musste an allen Vorläufen teilnehmen. Für jede gefahrene und vollständige Runde in den ersten drei Läufen, gab es pro Runde Punkte. Spannend waren Sonderprüfungen, die im Verlauf der Strecke enthalten aber nicht verpflichtend waren. Eine Entscheidung des Fahrers, der sich dadurch einen Punktevorteil verschaffen konnte. Die Veranstalter änderten die Sonderprüfungen von Lauf zu Lauf, da war nicht Schnelligkeit, sondern Taktik, Kondition und Fahrkönnen gefragt und entscheidend darüber, wer ins Finale einziehen konnte.

Für den Endlauf addierte die Rennleitung alle Punkte aus drei Läufen, die besten Dreißig starteten ins Finale.

Thomas Schley wurde der strahlende Sieger

Der Sieger des Enduro Final Laufs heißt Thomas Schley. Er ist der Hard-Enduro-Fahrer des MSC Dreckenach, schaffte acht Runden und hatte 25 Sekunden Vorsprung vor Timo Jugmann (EXTREME ENDURO SHOP). Mit sieben Runden erlangte er Platz zwei. Ebenso sieben Runden schaffte Thomas Jahnen, der Beiden auf Platz drei folgte.

Neben dem Enduro Marathon sorgten Klassik Motorräder für Aufsehen, deren Fahrer ihr Können bei der 2. Klassik Geländefahrt ihr Können zeigten. Mit ihren alten „Schätzchen“ bezwangen auch sie das Gelände. Bei den Rennen der Solo-Motorräder siegte Marcus Schäfer, dessen Maschine SWM RS 125 GS TF1 aus dem Jahr 1979 stammt. Zweiter wurde Martin Beetz (KTM GS 250 Baujahr 1981) und Dritter Axel Konstroffer (DKW RT 125 GS Baujahr 1955).

Interessant und sehenswert waren auch die startenden Motorrad-Gespanne bis Baujahr 1989. Bei der Gesamtplatzierung erreichten Bernd Klein und Manfred Lehr (Wasp XS650 Baujahr 1981) den ersten Platz, Leo Rackl und Monika Lambertz (EML Honda 500 Baujahr 1970) den zweiten sowie Jörg Ollhof und Dieter Koopmann (Wasp/Yamaha RT 24 Baujahr 1984) den dritten Platz.

Der MSC Dreckenach sorgte auch in diesem Jahr wieder dafür, dass es den Teilnehmern und Besuchern gut ging. Das Fahrerlager war bestens präpariert, der MSC-Grill zeichnete für das leibliche Wohl verantwortlich.

Am Ende konnten die glücklichen Sieger, die den Zuschauern spannende Rennen lieferten, mit Pokalen und Medaillen nach Hause fahren. EP

Die Rennstrecke war ein Hindernisparcours, bei dem auch Baumstämme bezwungen werden mussten.

Die Rennstrecke war ein Hindernisparcours, bei dem auch Baumstämme bezwungen werden mussten.

Für die Zuschauer ein Spektakel, doch für die Rennfahrer war das Wasserloch eine Herausforderung.

Für die Zuschauer ein Spektakel, doch für die Rennfahrer war das Wasserloch eine Herausforderung.

In der Steillage war es nicht einfach, das Gleichgewicht zu halten. Fotos: EP

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